In einer koordinierten Aktion haben Strafverfolgungsbehörden aus 18 europäischen Staaten und den USA Beiträge aus dem Internet entfernen lassen, die in Verbindung zu den Revolutionsgarden der Islamischen Republik Iran stehen. Das hat die europäische Polizeibehörde Europol mitgeteilt, die das Vorgehen geleitet hat. Die Revolutionsgarde wurde am 19. Februar von der Europäischen Union als terroristische Organisation eingestuft und gilt als mächtigster Pfeiler des Regimes in Teheran. An der Aktion gegen die Propaganda haben sich demnach unter anderem Behörden aus Deutschland und Österreich beteiligt, insgesamt konnten 14.200 Inhalte entfernt werden.

Auch KI-Propaganda entfernt

Laut Europol hat es sich bei den Inhalten um Beiträge in sozialen Netzwerken, bei Streaming-Diensten, auf Blogging-Plattformen und unabhängigen Internetseiten gehandelt. Die Inhalte waren nicht nur in persischer, sondern auch arabischer, indonesischer, englischer, französischer und spanischer Sprache verfasst. Es habe sich beispielsweise um religiöse Reden, aber auch „hochbrisante politische Botschaften“ gehandelt. Außerdem habe es auch KI-generierte Videos gegeben, in denen die Revolutionsgarde verherrlicht und zur Rache für Ali Chamenei aufgerufen wurde. Das politische und geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik wurde zu Beginn des Irankriegs getötet. Sein Sohn hat seine Nachfolge angetreten.