Der Iran hat angeblich einen auf Bitcoin basierenden Dienst eingerichtet, über den iranische Reedereien für eine sichere Passage durch die Straße von Hormus bezahlen können. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf die staatsnahe iranische Nachrichtenagentur Fars. Die hat sich demnach auf Dokumente aus dem Wirtschafts- und Finanzministerium der Islamischen Republik berufen und den Dienst als „schnelle, verifizierbare digitale Versicherung“ für Reedereien und Transportunternehmen bezeichnet. Nach dem Beginn der Angriffe durch die USA und Israel hat der Iran die wichtigste Handelsroute durch die Meerenge blockiert und damit Schockwellen durch die Weltwirtschaft geschickt. Schon seit einer Weile gibt es Berichte, dass Schiffe aber gegen Bezahlung in Bitcoin durchgelassen werden.
Zwei konkurrierende Seeblockaden
„Für Transporte durch den Persischen Golf, die Straße von Hormus und benachbarte Wasserwege werden kryptografisch überprüfbare Versicherungspolicen angeboten, die Zahlungen werden in Bitcoin abgewickelt“, zitiert Bloomberg eine offenbar nur im Iran abrufbare Internetseite. Sobald die Bezahlung bestätigt sei, gelte ein Schiff als versichert, eine Quittung solle es auch geben. Ob der Dienst ausländischen Reedereien und Handelsfirmen offen stehen soll und ob die sich überhaupt darauf einlassen würden, ist aber vollkommen unklar. Zum einen ist der Bitcoinpreis enormen Schwankungen unterworfen und zum anderen könnten solche Geschäfte gegen US-Sanktionen verstoßen, was sie für viele Firmen zu riskant machen dürfte.












