Europas größter Billigflieger Ryanair rechnet wegen des Iran-Kriegs mit deutlich steigenden Kosten. Kerosin, Personal und Flugzeugwartung dürften im laufenden Geschäftsjahr teurer zu Buche schlagen, teilte die irische Fluggesellschaft am Montag mit ihrer Jahresbilanz in Dublin mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März flog Ryanair einen überraschend hohen Milliardengewinn ein. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr wollte der Konzern aber nicht nennen.Ryanair hat sich laut eigenen Angaben zum größten Teil gegen höhere Treibstoffpreise abgesichert. Dies gelte für 80 Prozent ihres Bedarfs für das Geschäftsjahr 2026/27, und zwar für einen Preis von 67 US-Dollar je Barrel. Der Preis liege damit sogar niedriger als im Vorjahr, erklärte das Unternehmen. Andererseits seien die Kosten für den verbleibenden Treibstoffbedarf in die Höhe geschossen.Ryanair-Finanzchef Neil Sorahan sagte im Gespräch mit Bloomberg-TV , die Kerosinrechnung sei nun um „mehrere hundert Millionen“ Euro gestiegen. Im vergangenen Jahr hatte Ryanair rund 5,4 Milliarden Euro für Treibstoff und Öl ausgegeben. Andere große europäische Luftfahrt-Konzerne wie Lufthansa, Air France-KLM und die British-Airways-Mutter IAG rechnen für 2026 jeweils mit Sprit-Mehrkosten in Milliardenhöhe.Im Interview mit CNBC erklärte Soharen, Ryanair bereite sich angesichts der Krise um Kerosin auf eine „apokalyptische Situation“ vor. Zugleich versicherte der CFO, auch wenn er damit nicht wirklich damit rechne, so sei Ryanair doch dafür gut gerüstet. Für die Branche insgesamt malte Soharen ein bedrohliches Szenario: „Ich denke, wir werden sehen, wie einige der schwächeren Gesellschaften, die schon vor dem Krieg Probleme hatten, im Winter endgültig den Geist aufgeben.“
Ryanair: Finanzchef Neil Sorahan erwartet wegen Kerosinpreisen Airline-Pleiten
Die Kerosin-Krise werden einige Airlines in Europa dieses Jahr wohl nicht überleben, sagt Ryanair-Finanzchef Neil Sorahan. Ryanair selbst sei auf eine „apokalyptische Situation“ vorbereitet. Die Billigairline steigert ihren Jahresgewinn überraschend stark, wagt aber keine Prognose.










