Mithilfe eines Schleppers und eines Lastkahns wurde der vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal, von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt, in einer aufwendigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee und gen Atlantik gebracht. Vor mehr als zwei Wochen wurde er in der Nordsee freigelassen. Jetzt ist offiziell: Das Tier hat nicht überlebt, der Wal ist vor Dänemark gestrandet und tot. Verfolgen Sie hier die Entwicklungen im Newsticker: Wal-Newsblog vom 18.5.2026 14:40 Uhr: Reederei sieht Privatinitiative verantwortlich – und erwähnt Bergungsteam eines Drittanbieters In einem am 16. Mai veröffentlichten Informationsschreiben melden sich die Anwälte der Bereederungsgesellschaft zu Wort, deren Crews und Schiffe die private Initiative für die Rettungsaktion für den Buckelwal „Timmy“ gechartert hatte. Zuvor hatten Mitglieder dieser Initiative, so etwa die Geldgeberin Karin Walter-Mommert und vor allem die Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies massive Kritik an der Art und Weise von „Timmys“ Freilassung in der Nordsee geübt. Unabhängig überprüfen ließen sich die Aussagen beider Parteien nicht, da bislang keine Videoaufnahmen von der Freilassung veröffentlicht wurden. Es gilt die Unschuldsvermutung.Wie die Kanzlei „Cronemeyer Haisch“ nun mitteilte, führten die „unwahren Behauptungen“ bei der Mannschaft und Crew im Nachgang zu „einer massiven Belastung […] mit öffentlichen Anfeindungen, Drohungen und Hassbotschaften“. Auch von „Morddrohungen“ ist imSchreiben die Rede. Die Crew hatte keine Handhabe über die Geschehnisse auf der Barge.Informationsschreiben von „Cronemeyer Haisch“Bei der Reederei seien demnach die drei Schiffe „Fortuna B“, „Robin Hood“ sowie die „Arne Tiselius“ samt Besatzung gechartert worden. Die Kanzlei erwähnt allerdings ein weiteres Unternehmen, das durch die Initiative beauftragt worden sei und die Barge sowie entsprechendes Personal in Form eines „Bergungsteams“ zur Verfügung stellen sollte. „Die Freilassung des Wals stand einzig in der Verantwortung der Privatinitiative und wurde durch ein von ihr bei einem Drittunternehmen beauftragtes Bergungsteam nach Absprache umgesetzt“, heißt es in dem Schreiben. Mitarbeiter der Reederei seien demnach nicht auf der Barge gewesen.Zudem äußerte sich die Kanzlei zu den Vorgängen kurz vor der Freilassung von Buckelwal „Timmy“ in der Nordsee. Demnach habe es vor der Freilassung – entgegen der Behauptungen einiger Mitglieder der Privatinitiative – sehr wohl eine „tierärztliche Freigabe“ seitens einer Tierärztin gegeben. „Fakt ist, dass die Initiative selbst Frau Dr. Tönnies aktiv von weiteren Tätigkeiten am Wal zurückgerufen hatte“, betonte die Anwaltskanzlei und ergänzte, dass die Schiffcrew keinen Einblick darüber gehabt habe, welchen Mitgliedern der Initiative konkret welche Aufgaben übertragen worden seien. Es sei demnach nicht Aufgabe der Besatzung gewesen, „die Zuständigkeitskonflikte innerhalb der Initiative zu klären“. Im gleichen Zuge übte die Kanzlei massive Kritik am Verhalten von Tierärztin Tönnies an Bord, das als „extrem und besorgniserregend“ bezeichnet wurde. Auch diese Angaben lassen sich aktuell nicht unabhängig überprüfen, da Bild- und Videomaterialien der Vorgänge bislang nicht veröffentlicht wurden. Die Kanzlei „Cronemeyer Haisch“ schreibt dazu, dass in Berichterstattungen teilweise der Eindruck entstanden sei, „es sei verboten worden, auf dem Schiff zu filmen beziehungsweise zu fotografieren“. Den Anwälten zufolge habe kein Reederei-Mitarbeiter es den Mitgliedern der Privatinitiative untersagt, den Wal, die Freilassung oder die Umgebung bildlich festzuhalten. Man habe aufgrund von Persönlichkeitsrechten lediglich darum gebeten, keine Bildaufnahmen von der Besatzung zu machen. In einem Verband transportierten die beiden Schlepper „Foruna B“ und „Robin Hood“ die Barge samt Buckelwal am 30. April gen Nordsee. © dpa/Christoph Reichwein 13:45 Uhr: Schaulustiger posiert für Foto auf Wal-Kadaver Seit Freitag liegt der Kadaver des Buckelwals vor der dänischen Insel Anholt im seichten Wasser. Mittlerweile treffen immer mehr Schaulustige vor Ort ein, die sich im Wasser dem toten Walkörper nähern, um Fotos zu schießen und neben dem Meeressäuger zu posieren. Für Aufsehen sorgte dabei ein Vorfall vom Sonntag: In einem Video, das von der Videonachrichtenagentur News5 sowie von ntv veröffentlicht wurde, war ein Mann zu sehen, der auf den Kadaver des Wals kletterte und auf dem Wal posierte, während ein anderer, im Wasser stehender Mann Fotos davon schoss. Auf den Vorfall angesprochen, sagte der Mann: „Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich die Gelegenheit, auf einen Wal zu klettern. Er ist ein totes Tier. Ist er heilig? Nein!“Die örtlichen Behörden warnen indes davor, sich dem Kadaver zu nähern. Die zuständige Abteilungsleiterin der dänischen Umweltschutzbehörde, Jane Hansen, sagte dem Tagesspiegel auf Anfrage, dass man „neugierige Zuschauer dazu ermahnt, einen ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten und sich dem Wal nicht zu nähern“. Bereits im Vorfeld hatten Experten vor Explosionsgefahr durch im Körper entstehende Verwesungsgase sowie vor dem Risiko von Krankheitsübertragungen gewarnt.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. 09:02 Uhr: Wird die Todesursache jemals geklärt werden? Die Umweltbehörde in Dänemark gab bereits am Freitag bekannt, dass es keine konkreten Pläne gäbe, um den Kadaver von Buckelwal „Timmy“ hinsichtlich einer möglichen Todesursache genauer zu untersuchen. Auch auf Anfrage des Tagesspiegels hieß es am Freitag, dass man die Situation vor Ort zwar beobachte. Hinsichtlich einer Bergung werde man derzeit „jedoch keine weiteren Maßnahmen ergreifen“, wie die zuständige Abteilungsleiterin der dänischen Umweltschutzbehörde, Jane Hansen, berichtete. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus merkte in einem Interview mit dem NDR außerdem an, dass er eine wissenschaftliche Untersuchung des Kadavers kaum noch für sinnvoll erachte. „Nach mindestens vier Tagen im Wasser ist der Verwesungszustand so stark, dass man die genaue Todesursache vermutlich nicht mehr herausfinden wird“, sagte er dem Norddeutschen Rundfunk.Ein Sprecher von Backhaus’ Ministerium bestätigte unter Berufung auf die dänischen Behörden, dass das Tier aktuell im dänischen Gebiet liege und man entsprechend davon ausgehe, dass es dort nun auch liegenbliebe. Man nehme zudem an, dass der Wal schon mindestens eine Woche tot sei, wahrscheinlich länger, hieß es vom Ministerium. Der Verwesungszustand würde nicht nur einen möglichen Transport, sondern auch eine Untersuchung erschweren.Das Umweltministerium bemühe sich aber, den am Wal gefundenen Sender zu bekommen und die Daten auszuwerten. Möglicherweise könne man so Erkenntnisse dazu erhalten, wie lange das Tier noch lebte und wo es sich aufgehalten habe. Der Sender befinde sich aktuell noch bei der dänischen Umweltbehörde, so der Sprecher. Am 17. Mai 2026 steht die Tierärztin Anne Herrschaft in Anholt am Ufer unweit vom toten Buckelwals. © dpa/MARCUS GOLEJEWSKI Wal-Newsblog vom 17.5.2026 09.27 Uhr: Was geschah nach „Timmys“ Freilassung? Es gibt weiterhin keine Gewissheit, wann und woran der Wal starb. Die private Rettungsinitiative hatte angegeben, am 10. Mai das letzte Lebenszeichen von „Timmy“ erhalten zu haben, nachdem der Wal am 2. Mai freigelassen worden war. Doch Standortdaten übermittelte die Initiative nicht – anders als es mit dem Schweriner Umweltministerium abgesprochen war. Vitaldaten standen gar nicht zur Verfügung. Am Donnerstag, dem 14. Mai, war das Tier tot vor der dänischen Insel Anholt entdeckt worden. Der dänischen Umweltschutzbehörde zufolge war es da „wahrscheinlich schon eine Weile tot“. Freigelassen worden war „Timmy“ im Skagerrak vor Dänemarks Nordspitze – etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt. Von dort aus hatte er die Möglichkeit, weiter Richtung Atlantik zu schwimmen, wo Buckelwale ihren natürlichen Lebensraum haben. Der Fundort Anholt wiederum liegt im Kattegat – zwischen Nord- und Ostsee. Von Skagen bis nach Anholt sind es rund 130 Kilometer Luftlinie. Schwamm „Timmy“ also erneut Richtung Ostsee, bevor er starb? Der „Spiegel“ deutet die Angaben der Initiative zum letzten Lebenszeichen und den Fundort so, dass der Wal vermutlich am 10. oder 11. Mai im Kattegat starb, bevor er schließlich in Anholt angespült wurde. Die Gewissheit, dass es sich um „Timmy“ handelt, brachte der Sender, den die private Rettungsinitiative an ihm angebracht hatte. Die Seriennummer stimmte überein. Experten von Tierschutzorganisationen sowie dem Deutschen Meeresmuseum hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals ohnehin übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt und dringend von der Aktion abgeraten. Mutmaßlich habe sich das Tier mehrfach stranden lassen, um in Ruhe sterben zu können, hieß es von ihnen. Thilo Maack von Greenpeace sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Mit diesem Todfund findet jetzt diese zum Teil absurde Geschichte ein Ende. Die Lehre, die daraus gezogen werden kann, ist, dass es wirklich Sinn macht, auf die Wissenschaft zu hören und von dem Einzelschicksal des bemitleidenswerten Tieres Aufmerksamkeit auf ein größeres Problem zu lenken“ – nämlich den unzähligen Walen und Delfinen, die qualvoll als Beifang in Fischereinetzen verenden. 09.20 Uhr: Dänische Naturschutzbehörde: Möwen essen sich satt am toten Tier Die dänische Naturschutzbehörde teilte mit, es gebe momentan keine Pläne, den Wal-Kadaver zu entfernen. Da er weit vom Strand entfernt liege, störe er niemanden, hieß es. Und dass sich derzeit mehrere Dutzend Möwen an dem toten Tier sattäßen. An den weitläufigen Küsten Dänemarks kommt es immer wieder mal vor, dass Wale stranden. Das Land betrachtet Walstrandungen als natürlichen Teil des Gangs der Natur. Wal-Newsblog vom 16.5.2026 16.09 Uhr: Behörden: Toter Wal vor Dänemark ist gestrandeter Ostsee-Wal Bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt handelt es sich nach Angaben der Behörden um den als „Timmy“ bekannten, zuvor in der Ostsee gestrandeten Buckelwal. An dem Tier wurde ein zuvor angebrachter Tracker gefunden, wie das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern und die dänische Umweltbehörde mitteilten. 12:38 Uhr: Tierärztin will toten Wal vor dänischer Insel begutachten Ein Vertreter der dänischen Naturbehörde will am Mittag zusammen mit einer deutschen Tierärztin den vor der Insel Anholt liegenden toten Wal nochmals begutachten. Das sagte Morten Abildstrøm von der Behörde Naturstyrelsen der Deutschen Presse-Agentur. Möglicherweise könne die Tierärztin herausfinden, ob es sich bei dem verendeten Tier um den zuvor mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwal handle, sagte Abildstrøm.Die Tierärztin gehört zu der privaten Initiative, die den vor der Insel Poel gestrandeten Wal per Lastkahn Richtung Nordsee transportiert hatte – eine Aktion, von der viele Experten zuvor abgeraten hatten. Ob ein Gewebestück des Wals auch nach Deutschland geschickt werden solle, sei bislang nicht bekannt, sagte der dänische Behördenvertreter Abildstrøm. Er sagte, dass es momentan keine Pläne gebe, den Wal-Kadaver zu entfernen. Da er weit vom Strand entfernt liege, störe er niemanden, meinte er, und fügte hinzu, dass sich derzeit mehrere Dutzend Möwen an dem toten Tier satt äßen. 8:14 Uhr: Weitere Untersuchungen an totem Wal vor Dänemark geplant Handelt es sich bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt um jenes Tier, das seit März fünfmal an der deutschen Küste gestrandet war und schließlich in einer aufwendigen Aktion Anfang Mai in die Nordsee gebracht wurde? Eine Tierärztin, die an der privaten Transportaktion beteiligt war, reiste am Freitag nach Anholt und inspizierte den Wal-Kadaver – doch das habe keine Klarheit gebracht, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit.Am Samstag sollen weitere Untersuchungen folgen, kündigte Backhaus an. Die Tierärztin werde den Wal noch einmal in Augenschein nehmen, erläuterte ein Sprecher des Ministers. Nach dänischen Angaben liegt der Kadaver etwa 75 Meter vor dem Strand. Das Wasser ist dort hüfttief, wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist. Der tote Meeressäuger liegt auf dem Rücken.Ein Abgleich des Musters auf der Schwanzflosse könnte bei der Identifizierung des Wals helfen. Jeder Wal hat ein individuelles Muster auf der Fluke – quasi wie ein Fingerabdruck. Allerdings liegt die Schwanzflosse des Tiers unter Wasser und ist deshalb nicht genau zu erkennen. Journalisten nahmen die Fluke am Abend mit einer Drohne aus der Luft aus verschiedenen Blickwinkeln auf. Wal vermutlich seit einiger Zeit tot Der Meeressäuger sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, hatte die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen berichtet. Der mehrmals an der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Wal war mithilfe eines Lastkahns ins offene Meer gebracht und am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak ausgesetzt worden. Experten kritisierten die Aktion und stuften die Überlebenschance des verletzten und geschwächten Tiers damals als sehr gering ein.Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein Stück aus der Schwanzflosse sei abgetrennt worden und solle nach Deutschland gebracht werden. Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem toten Tier die Gewebeprobe entnommen wurde. Wo die Probe untersucht und womit das Material verglichen werden soll, war zunächst unklar. Was ist mit dem GPS-Sender? Vor dem Freisetzen des Buckelwals am 2. Mai wurde nach Angaben der privaten Hilfsinitiative ein GPS-Sender an der Rückenfinne angebracht, der stetig Ortsdaten liefern sollte. Ob dies tatsächlich erfolgte, ließ sich nicht durch unabhängige Quellen verifizieren. Das Schweriner Umweltministerium bekam nach eigenen Angaben keine Daten von der Initiative geliefert. Nach dänischen Angaben wurde bei dem vor Anholt entdeckten Kadaver kein Sender gefunden. Wal-Newsblog vom 15.5.2026 17:54 Uhr: Toter Wal hat Blut am Bauch Mittlerweile sind einige Reporter deutscher Medien auf der dänischen Insel Anholt angekommen. Die Videonachrichtenagentur „News5“ zeigt im Livestream den toten Wal. Er liegt auf dem Rücken, still im Meer. Der Bauch des Kadavers ist versehen mit blutigen Stellen. Um ihn herum fliegen immer wieder Möwen und andere Vögel. 16:38 Uhr: Vergleich der Schwanzflossen könnte Klarheit bringen Ob es sich bei dem toten Wal um „Timmy“ (oder „Hope“) handelt, könnte schon bald per Flukenvergleich festgestellt werden. Dafür müsste ein Foto mit ausreichender Qualität von der Schwanzflosse gemacht werden, um dieses mit einem Foto der Fluke von „Timmy“ zu vergleichen. Die Fluke eines Wals sei sehr individuell, sagte Meeresbiologe Fabian Ritter in einer Sondersendung bei „Bild“. „Vergleichbar mit dem Fingerabdruck bei uns Menschen.“ Die Position des toten Wals im Meer entscheide, wie gut ein Foto der Fluke ausfallen könne. Auch ein Unterwasserfoto könnte eine Option sein, sagte Ritter. Bereits am Vormittag hatte die Tierschutzorganisation „Stranded no more“ einen Flukenvergleich vorgenommen. In einem Beitrag auf X erklärt sie, warum es sich bei dem toten Wal nicht um den vor zwei Wochen freigelassenen Buckelwal handelt. „Der tote Buckelwal hat deutlich schwarze Pigmentierungsmarkierungen auf dieser Flosse, die Bucki/Hope/Timmy nicht hat.“Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. 14:48 Uhr: Gewebeproben werden in Dänemark untersucht Die von dem toten Wal entnommenen Gewebeproben werden nicht nach Deutschland, sondern an zuständige dänische Experten und Forschungseinrichtungen geschickt. Das teilte die dänische Umweltschutzbehörde dem Tagesspiegel auf Anfrage mit. Außerdem konnte der tote Wal zweifelsfrei als Buckelwal identifiziert werden. Ob es sich um „Timmy“ (oder „Hope“) handelt, werden die Ergebnisse zeigen.Der Buckelwal befindet sich in einiger Entfernung von der Küste der dänischen Insel Anholt mitten im Meer zwischen Dänemark und Schweden. Er liegt in einer Tiefe von etwa ein bis zwei Metern. Auf einem Foto von der Deutschen Presse Agentur sieht es aus, als würde er mit dem Bauch nach oben liegen. Ein toter Buckelwal liegt vor der Küste der dänischen Insel Anholt. © picture alliance/dpa/Jonas Walzberg 13:57 Uhr: Toter Wal hat laut Naturaufseher keinen Sender Beim vor der Insel Anholt gefundenen toten Wal wurde kein GPS-Sender gefunden. Das teilte Morten Abildstrøm, der Chef der Anholter Naturschutzbehörde, der Deutschen Presse Agentur mit. Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem Tier eine Gewebeprobe aus der Schwanzflosse entnommen wurde. Diese Probe soll nun nach Deutschland geschickt und dort untersucht werden. Abildstrøm sagte, er sei sich zu 95 Prozent sicher, dass es sich bei dem verendeten Meeressäuger um einen Buckelwal handle. Er könne es aber nicht mit Sicherheit sagen, da der Wal auf der Seite und halb unter Wasser liege. Ob es sich um „Timmy“ (oder „Hope“) handelt, ist also weiterhin unklar. 11:28 Uhr: Toter Wal vor dänischer Küste laut Naturaufseher „höchstwahrscheinlich Timmy“ Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden. Das Tier liege etwa 75 Meter vor der Küste und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichteten die Nachrichtenagentur Ritzau und das Boulevardblatt „Ekstra Bladet“ unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen. Eine direkte Anfrage an die Behörde blieb bislang unbeantwortet.Sowohl deutsche als auch dänische Forscher glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um Buckelwal Timmy handelt.Morten Abildstrøm, NaturschutzbehördeUnklar war zunächst, ob es sich um den Buckelwal (von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt) handelt, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war und rund einen Monat später in den Skagerrak (Nordsee) transportiert worden war.Morten Abildstrøm von der Naturschutzbehörde in Anholt sagte dem dänischen Sender DRTV allerdings auf Anfrage: „Sowohl die deutschen als auch die dänischen Forscher, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal Timmy handelt.“ Unabhängig überprüfen ließ sich diese Vermutung bislang allerdings nicht. Der Aufseher der Anholter Naturschutzbehörde ergänzte, dass er noch heute versuchen werde, eine Gewebeprobe des Wals zu entnehmen, um diese Theorie zu bestätigen oder zu widerlegen. „Die Probe wird dann zur weiteren Untersuchung eingeschickt“, so Abildstrøm. Demnach habe „ein deutscher Tierarzt, der in den Fall Timmy involviert war“, ihn um diese Gewebeprobe gebeten. Bereits zuvor sagte der Naturaufseher dem Sender TV 2 Østjylland, dass das Tier schätzungsweise 10 bis 15 Meter lang sei. Derzeit gebe es keine Pläne, den Wal zu bergen. Das könne sich ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe, hieß es weiter. In Videoaufnahmen des TV-Senders war zu sehen, wie ein Wal vor einer Küste im seichten Wasser auflag. Der in Dänemark gefundene tote Wal beschäftigt derweil auch das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern. Auf Anfrage des Tagesspiegels ließ Umweltminister Till Backhaus über seine Behörde mitteilen, dass man „in engem Kontakt“ mit der dänischen Umweltbehörde stehe, um zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um den in der Wismarbucht gestrandeten Wal handelt. „Bevor gesicherte Informationen vorliegen, beteilige ich mich nicht an Spekulationen“, sagte der SPD-Politiker.Ob von der Behörde jemand oder Landes-Umweltminister Till Backhaus selbst Richtung Anholt fahren werde, werde man im Laufe des Tages besprechen und entscheiden, berichtete die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf einen Ministeriumssprecher. Die Insel Anholt liegt mitten im Kattegat – in dem Gewässer zwischen Dänemark und Schweden. Den Angaben zufolge fährt nur einmal am Tag eine Fähre auf die Insel. Wal-Newsblog vom 14.5.2025 21:59 Uhr: Buckelwal vor Dänemark aufgetaucht – ist es Timmy? Vor der dänischen Insel Anholt ist im Naturschutzgebiet Flakket ein großer Wal nahe der Küste gesichtet worden. Die dänische Naturschutzbehörde vor Ort geht laut dem Sender TV2 Østjylland von einem vermutlich gestrandeten Buckelwal aus (geschätzt 10 bis 15 Meter), der rund 75 Meter vor dem Ufer liegt. „Bild“ greift den Bericht auf und schreibt, in dänischen Medien werde spekuliert, ob es sich dabei um Timmy handeln könnte – eine Bestätigung dafür gibt es bislang nicht. Nach „Bild“-Angaben soll auf Fotos erkennbar sein, dass der Wal „keine gesunde Haut“ habe; Inselbewohner würden deshalb vermuten, das Tier sei bereits tot. Bestätigt ist das nach derzeitigem Stand jedoch nicht.Die dänische Behörde beobachtet die Lage; solange das Tier nicht näher an Land treibt, ist den Berichten zufolge keine Bergung geplant. Wal-Newsblog vom 13.5.2026 15:01 Uhr: Beteiligter Wal-Retter wertet Einsatz als „erfolgreiche Rettungsaktion“ Der gebürtige Peruaner Sergio Bambarén war maßgeblich an der Rettungsaktion für Buckelwal „Timmy“ beteiligt und wurde von Mitgliedern der privaten Initiative gegenüber den Medien mehrfach als „Walflüsterer“ bezeichnet. In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Videonachrichtenagentur News5 schilderte der Schriftsteller nun seine persönlichen Eindrücke zur Wal-Rettung. Der Schriftsteller betonte, dass es eine derartige Rettungsaktion „weltweit so noch nie gegeben“ habe. Dabei räumte der 65-Jährige aber auch ein: „Es wurden Fehler gemacht.“ Auf konkrete Nachfrage, was aus seiner Sicht der größte Fehler gewesen sei, sagte er: „Als sie den Wal freigelassen haben“ – ohne allerdings zu konkretisieren, wen er mit „sie“ meint. Sämtliche Angaben Bambaréns zur Freilassung ließen sich nicht unabhängig überprüfen, da Videoaufzeichnungen von der Freisetzung bislang nicht veröffentlicht wurden.Auch seien zwischen an der Rettungsaktion Beteiligten möglicherweise „Worte gefallen, die niemals hätten gesagt werden dürfen“. Doch „wenn man alle Fehler zusammenzählt, die wir oder andere gemacht haben – dann war das wirklich eine erfolgreiche Rettungsaktion“, resümierte er und ergänzte: „Wir konnten das Unmögliche möglich machen.“ Welche konkreten Fehler und Worte er damit meinte, ließ Bambarén offen. Der Umweltschützer wurde nach eigenen Angaben vom Investor der privaten Rettungsinitiative Walter Gunz ins Team geholt. Im Interview übte er schließlich Kritik gegenüber nicht benannten Personen, die ebenfalls in einem unbekannten Ausmaß an dem Einsatz beteiligt gewesen sein sollen. Er sprach in dem Zusammenhang von „Leuten, die absolut keine Ahnung von Walen haben“, betonte im Verlauf des Interviews aber auch mehrfach: „Es ist alles nur meine persönliche Sicht.“Am Tag der Freilassung sei Bambarén „nicht vor Ort“ gewesen, sondern habe sich zusammen mit anderen Experten an Bord des Schiffs „Arne Teselius“ befunden. „Sie haben uns nicht auf den Lastkahn gelassen“, sagte er und ergänzte, dass man den Ausschluss mit „dummen Gründen“ wie etwa Sicherheitsbedenken oder dem höheren Alter der Beteiligten gerechtfertigt habe. „Ich fing an zu merken, dass etwas nicht stimmte“, sagte er und fügte hinzu, dass er auch in Anbetracht der mittlerweile eingeschalteten Anwälte verschiedener Parteien „nun sehr vorsichtig sein“ müsse mit dem, was er sage. Bambarén wurde im Interview immer wieder gefragt, welche Person bei der Freilassung die Befehle gegeben habe und wer konkret ihm den Zugang zu dem Lastkahn verwehrt habe. Der Umweltschützer erwiderte: „Das ist eine Antwort, die ich nicht geben kann, weil ich es nicht genau weiß.“Der Umweltschützer, der sich im Interview selbst als „sehr spirituellen Menschen“ bezeichnete, berichtete sichtlich emotional von seiner Begegnung mit dem Buckelwal. Die erste Kontaktaufnahme sei demnach „wie immer bei Walen“ dadurch erfolgt, dass er sich dem Tier mit einem Schnorchel ausgestattet vorsichtig im Wasser genähert habe. Dann habe Bambarén „angefangen, mit dem Wal zu sprechen und zu singen“. Der Meeressäuger habe daraufhin seine Augen geöffnet und ihn „angestarrt“. In dem Moment habe der Schriftsteller dem Wal ein Versprechen gegeben: „Ich würde ihn da rausholen und aufs offene Meer bringen.“Die Idee, den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal via Barge in die Nordsee zu transportieren, sei dem Aktivisten zufolge die richtige Entscheidung gewesen. „Der Lastkahn hat perfekt funktioniert und war ein Erfolg“, sagte Bambarén. Als der Meeressäuger in die Barge geleitet wurde, habe er demnach „seinen Kopf einfach auf zwei Sandsäcke gelegt, seinen Schwanz auf einen anderen Sandsack und er schlief einfach ein, weil er so müde war.“Dem Schriftsteller zufolge seien die Überlebenschancen für den Buckelwal noch vor dem Transport in die Nordsee hoch gewesen. „Wir wussten, dass die Chancen gut standen, weil der Wal leben wollte. Seine Verletzungen waren gering. Das Einzige, was uns ein wenig Sorgen machte, war, dass vielleicht noch Netze im Maul des Wals sein könnten.“ Zwischenzeitlich habe man ein wenig in das Maul des Tiers hineinblicken können. „Wir haben nichts gesehen“, betonte Bambarén.Die Zusammenarbeit mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus beschrieb der Umweltschützer als weitestgehend gut. Es habe demnach viel „Einigkeit gegeben“ und man habe es bei der Rettungsaktion „mit viel Bürokratie zu tun gehabt“, aber das sei nun einmal der „Job der Behörden“. Zudem nahm Bambarén eine an der Rettung beteiligte Person namens „Danny“ in Schutz, über die in den Medien viel Schlechtes geschrieben worden sei. Dabei handelt es sich mutmaßlich um den rechten Aktivisten Danny Hilse, der nach eigener Aussage eine Kundgebung für das umstrittene Bündnis „Gemeinsam für Deutschland!“ organisierte und für die AfD wirbt. (mit Agenturen)