Vor G7-Treffen: Klingbeil warnt vor Folgen des IrankriegsVor dem Treffen der G7-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor den wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs und einer Sperrung der Straße von Hormus gewarnt. Der SPD-Politiker sprach von einer „ernsthaften Bedrohung für die Weltwirtschaft“. Der Krieg schade der wirtschaftlichen Entwicklung massiv, teilte er vor seiner Abreise nach Paris mit.Bei dem Treffen der G7-Finanzminister ab Montag sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten und mögliche Folgen für den Welthandel im Mittelpunkt stehen. Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öl- und Gashandel. Klingbeil sagte, deshalb müsse alles getan werden, um den Krieg „dauerhaft zu beenden“, die Region zu stabilisieren und freie Seewege zu gewährleisten. „Dabei bleibt unser Weg als Europäer klar: Wir setzen auf Kooperation statt Konfrontation“, so der Bundesfinanzminister.Fabian DrahmouneLibanon meldet sieben Tote bei israelischen AngriffenBei israelischen Angriffen in Libanon sind am Sonntag nach libanesischen Angaben sieben Menschen getötet worden, darunter ein Kommandeur der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Nach einer zunächst vom Gesundheitsministerium veröffentlichten vorläufigen Bilanz wurden bei Angriffen im Süden des Landes fünf Menschen getötet. Später meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA zwei weitere Tote bei einem israelischen Angriff im Osten Libanons.Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in der Ortschaft Tayr Felsay drei Menschen getötet, darunter ein Kind. Zwei Tote, unter ihnen ein weiteres Kind, gab es demnach in Tayr Debba. Bei den Angriffen wurden nach Angaben des Ministeriums elf Menschen verletzt; vier weitere Menschen wurden bei Angriffen auf zwei andere Orte im Süden verletzt.Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete später, ein israelischer Raketenangriff habe eine Wohnung am Rand der ostlibanesischen Stadt Baalbek getroffen. Dabei wurden demnach ein Kommandeur des Islamischen Dschihad, Wael Abdel Halim, und seine 17-jährige Tochter getötet. Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden, hieß es weiter.Fabian DrahmouneNetanjahu: Israel „sehr nah" an Tötung aller Verantwortlichen für 7. OktoberIsraels Regierungschef Benjamin Netanjahu sieht das Ziel, alle Verantwortlichen für den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 zu töten, nach eigenen Angaben nahezu erreicht. „Ich habe versprochen, dass jeder einzelne Architekt des Massakers und der Geiselnahme bis zum letzten ausgeschaltet wird, und wir sind sehr nah daran, diese Mission abzuschließen", sagte Netanjahu am Sonntag bei der wöchentlichen Kabinettssitzung.Am Freitag hatte die israelische Armee mitgeteilt, der Kommandeur des bewaffneten Arms der Hamas, Essedin al-Haddad, sei bei einem Luftangriff im Gazastreifen getötet worden. Netanjahu bezeichnete Haddad nun als „verabscheuungswürdigen Terroristen".Fabian DrahmouneSaudi-Arabien meldet Drohnenangriffe aus dem irakischen LuftraumSaudi-Arabien hat abermals Drohnenangriffe gemeldet. Drei unbemannte Flugobjekte seien am Sonntagmorgen abgefangen und zerstört worden, nachdem sie aus dem irakischen Luftraum eingedrungen seien, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums auf X. Man behalte sich das Recht vor, zu einem geeigneten Zeitpunkt und an einem geeigneten Ort zu reagieren, hieß es weiter. Am Sonntag hatten bereits die Vereinigten Arabischen Emirate drei Angriffe von aus dem Westen einfliegenden Drohnen gemeldet. Zwei wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums abgefangen, eine traf einen Stromgenerator außerhalb des inneren Sicherheitsbereichs des Atomkraftwerks Baraka. Woher die Drohnen stammten, werde noch untersucht, hieß es. Israel stellt sich auf Neubeginn des Irankriegs ein Israel stellt sich israelischen Medienberichten zufolge angesichts stockender diplomatischer Bemühungen auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran ein. „Unsere Augen sind weit geöffnet in Bezug auf den Iran“, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu demnach bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem. Er werde in Kürze mit US-Präsident Donald Trump sprechen. „Es gibt gewiss viele Möglichkeiten, wir sind auf jedes Szenario vorbereitet.“ Die israelische Armee sei in Erwartung einer möglichen Wiederaufnahme der Angriffe im Iran in höchster Bereitschaft, schrieb die Zeitung „Jediot Achronot“ unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter. G-7-Finanzminister beraten über Irankrieg Die Finanzminister der führenden westlichen Industriestaaten (G7) beraten von Montag an Montag in Paris über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Irankriegs und der Blockade der Straße von Hormus. Aus Deutschland reist Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zu dem Treffen. Dabei geht es bis Dienstag auch um Ungleichgewichte im Welthandel, die Versorgung mit kritischen Rohstoffen, die Finanzierung von Entwicklungsländern sowie das Vorgehen gegen die Finanzierung von Terrorismus und Organisierter Kriminalität. Weiteres Thema ist die Unterstützung der Ukraine. Die „Gruppe der Sieben“ (G7) gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA an. Auch die Zentralbanken der Mitgliedstaaten sind bei dem Treffen vertreten. Frankreich hat im laufenden Jahr den G-7-Vorsitz.Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in den Emiraten Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. Ein Stromgenerator der Anlage in der Wüstenregion westlich von Abu Dhabi sei in Brand geraten, teilte das Medienbüro der Hauptstadt mit. Der Brand habe die Sicherheit der Anlage aber nicht gefährdet und der Betrieb laufe normal, hieß es. Auch Verletzte habe es nicht gegeben. Der Verdacht richtete sich gegen Iran, der die Emirate seit Kriegsbeginn im Nahen und Mittleren Osten besonders stark angegriffen hat. Das Land meldete seit Ende Februar nahezu 3.000 iranische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern. Das Atomkraftwerk Baraka ist die wichtigste Stromquelle der Emirate und soll mit seinen vier Reaktoren etwa ein Viertel des landesweiten Strombedarfs decken. Den Betreibern zufolge ist es das erste Atomkraftwerk in der arabischen Welt. Unter anderem treiben aber Saudi-Arabien und Ägypten eigene Pläne zur Entwicklung und Nutzung von Atomkraft voran. Iran plant wohl Mechanismus für Hormus-DurchfahrtIran wird nach Angaben eines ranghohen Parlamentariers in Kürze einen Mechanismus zur Durchquerung der Straße von Hormus vorstellen. Es sei vorgesehen, den Schiffsverkehr entlang einer festgelegten Route durch die Meerenge zu steuern, sagte der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Ebrahim Asisi. Von der Regelung sollen nur Handelsschiffe und diejenigen profitieren, die mit Iran kooperieren. Im Rahmen des Mechanismus würden für spezielle Dienstleistungen Gebühren erhoben.Hamas bestätigt Tod von Kommandeur HaddadDie radikal-islamische Hamas im Gazastreifen hat den Tod des Kommandeurs Iss al-Din al-Haddad bestätigt. Die israelische Regierung hatte Haddad als einen der Architekten des überraschenden Angriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 bezeichnet. Haddad wurde Militärchef der Hamas im Gazastreifen, nachdem Mohammad Sinwar von Israel getötet wurde.Auch das israelische Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet bestätigten den Tod des Militärchefs der Hamas im Gazastreifen bei einem israelischen Luftangriff am Vortag. Nach israelischen Militärangaben gehörte Haddad zu den dienstältesten Kommandeuren der Hamas. Er habe sich der Terrororganisation in ihrer Gründungsphase angeschlossen, hieß es. Israel hat eine Reihe politischer und militärischer Führer der Hamas gezielt getötet.Tod von Hamas-Kommandeur in Moscheen in Gaza verkündetIn mehreren Moscheen im Norden des Gazastreifens wist der Tod des Hamas-Kommandeurs Iss al-Din al-Haddad verkündet worden. Der Kommandeur des bewaffneten Teils der Hamas, der Qassam-Brigaden, sei den Märtyrertod gestorben, wurde Augenzeugen zufolge in Moscheen erklärt. Die Hamas selbst gab zunächst keine Erklärung zum Schicksal Al-Haddads ab. Das israelische Militär hatte am Freitag erklärt, es habe ihn bei Luftangriffen ins Visier genommen. Ob der Kommandeur getötet wurde, ließ das Militär offen. Israel greift Hizbullah-Ziele in Libanon anDie israelische Luftwaffe hat nach Angaben eines Militärsprechers Ziele der proiranischen Hizbullah-Miliz in Südlibanon angegriffen. Nähere Angaben machte das Militär zunächst nicht. Vor dem Angriff hatte das Militär die Bevölkerung mehrerer Ortschaften in Südlibanon aufgefordert, wegen der bevorstehenden Attacke ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Die Angriffe wurden mit Verstößen der Hizbullah gegen die bestehende Feuerpause begründet.Die USA hatten die erst am Freitag verlängerte Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der Hizbullah vermittelt. Seit ihrem Beginn im April wurde sie zweimal verlängert und soll nun bis Ende Juni gelten. Bei den Gesprächen verhandelt Israel mit Libanons Regierung, die selbst nicht Konfliktpartei ist. Die Hizbullah nimmt nicht an den Gesprächen teil und lehnt diese ab. Beobachter gehen aber davon aus, dass die Miliz laufend über den Stand der Verhandlungen informiert wird. Israels Armee wie auch die Hizbullah haben ihre Angriffe bereits in den vergangenen Wochen trotz der geltenden Waffenruhe fortgesetzt. Sabrina FrangosVAE: Alle militärischen Handlungen dienen nur der VerteidigungDie Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verteidigen ihre jüngsten militärischen Handlungen als rein defensive Maßnahmen zur Wahrung ihrer Souveränität. Alle ergriffenen Schritte dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung sowie der lebenswichtigen Infrastruktur, teilte das Außenministerium mit. Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Montag berichtet, dass die VAE Anfang April militärische Operationen gegen Iran vorgenommen hätten. In der Mitteilung des Ministeriums wurden diese mutmaßlichen Angriffe jedoch nicht explizit erwähnt. Lena SpilgerTrump über Iran: „Ich habe nichts unterschätzt“US-Präsident Donald Trump hat von sich gewiesen, die Widerstandsfähigkeit von Iran unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, sagte Trump dem Sender Fox News: „Ich habe nichts unterschätzt." Eine Lösung des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Kriegs mit Iran ist trotz diplomatischer Bemühungen nach wie vor nicht in Sicht. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.Pakistan: Seeleute von festgesetzten Schiffen freiInmitten festgefahrener Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten holt Pakistan eigene und iranische Seeleute heim. Die 20 Iraner und elf Pakistaner seien „an Bord von Schiffen gewesen, die auf hoher See von den Vereinigten Staaten festgesetzt wurden“, schrieb der pakistanische Außenminister Ishaq Dar auf X. Sie seien wohlauf und an Bord eines Flugzeugs nach Islamabad. Die iranischen Seeleute würden dann von Pakistan nach Iran überstellt.Pakistan hat die Seeleute demnach in Vermittlung mit Singapur zurückgeholt. Seit fünf Wochen gilt im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine fragile Waffenruhe; Pakistan vermittelt zwischen den Kriegsparteien. 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Liveblog Irankrieg: Klingbeil sieht Weltwirtschaft durch Iran-Krieg bedroht | FAZ
Klingbeil vor G7-Treffen: Irankrieg ist „ernsthafte Bedrohung für die Weltwirtschaft“ +++ Bundesregierung hält Merz-Trump-Streit für ausgeräumt +++ alle Entwicklungen im Liveblog










