Das US-Unternehmen Anthropic wird offenbar die internationale Bankenaufsicht über die Risiken für das Finanzsystem durch sein neues KI-Modell »Mythos« unterrichten. Im Mittelpunkt stünden die Schwachstellen in IT-Systemen der Banken, die das Programm von Anthropic aufgedeckt habe, schreibt die »Financial Times« unter Berufung auf Insider. Der britische Notenbankchef Andrew Bailey habe das Treffen von Anthropic, dem Financial Stability Board (FSB), führenden Zentralbankern und Vertretern diverser Finanzministerien angeregt.
Bailey führt derzeit den Vorsitz des FSB, das die Bankenaufsicht der 20 größten Industrie- und Schwellenländer koordiniert. Anthropic und das FSB waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.Seit Wochen viel Aufmerksamkeit für neues KI-ModellAnthropics KI-Modell »Mythos« zeichnet sich laut Berichten durch verbesserte Fähigkeiten aus, Schwachstellen in Computerprogrammen aufzuspüren und auszunutzen. Es entdeckt Sicherheitslücken, die bei manuellen Prüfungen teilweise viele Jahre lang übersehen wurden.
Experten zufolge können selbst Laien mithilfe dieser Software komplexe Hackerangriffe starten. Die mitunter jahrzehntealten IT-Systeme der Finanzbranche gelten als besonders anfällig für derartige Attacken.Aus diesem Grund verzichtet Anthropic bislang auf eine Veröffentlichung von Mythos. Das auf künstliche Intelligenz spezialisierte Unternehmen rief stattdessen das »Project Glasswing« ins Leben. Es bietet ausgewählten Institutionen vorab Zugriff auf die neue Technologie, um kritische IT-Systeme vor künftigen Cyberangriffen zu schützen.















