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Holger Hasse hat schon viel gesehen. Er hat ein Umspannwerk in Aserbaidschan gebaut. Er hat erlebt, wie bei seinem damaligen Arbeitgeber Qimonda in Dresden Tausende Kollegen den Job verloren. Doch etwas wie dieses hat er noch nicht erlebt: eine Baustelle, auf der in Rekordgeschwindigkeit rund fünf Milliarden Euro investiert werden, ein Projekt, das einen ganzen Industriestandort nach vorn bringen soll. Wenn alles glattgeht. Dafür zu sorgen, ist Hasses Job. »So was macht man nur einmal im Leben«, sagt er.

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Hasse ist Herr über mehr als 2000 Bauarbeiter, verantwortlich für 450.000 Kubikmeter Erdaushub, für 35.000 Tonnen verbauten Stahl. Der 55-Jährige steuert die Arbeiten an Deutschlands vielleicht zukunftsträchtigster Baustelle: In Dresden errichtet der Chiphersteller Infineon ein neues Werk. In der Fabrik, genannt Smart Power Fab, sollen künftig Halbleiter produziert werden, die in Rechenzentren für künstliche Intelligenz stecken könnten. Und bis zur Eröffnung am 2. Juli ist noch einiges zu tun.