Wenn am Montag in Berlin die Parteigremien zusammenkommen, wird er einen seiner letzten Auftritte als Parteichef haben: Vor einigen Wochen hat Jan van Aken angekündigt, sich auf dem Parteitag der Linken im Juni nicht zur Wiederwahl zu stellen. Seine Partei stellt das vor eine harte Probe – ausgerechnet jetzt, wo man sich eigentlich darauf konzentrieren wollte, die Erfolge der jüngeren Vergangenheit zu verstetigen.Was Parteimitgliedern sauer aufstößt, ist, dass die Parteiführung die Nachfolge van Akens gewissermaßen „von oben“ klären will – dabei ist vielen noch gar nicht klar, was die Linke künftig sein und tun will: regieren oder weiter vor allem opponieren? In Parlamenten Politik machen oder populistische Rhetorik bedienen? Meine Kolleginnen Meredith Haaf und Valerie Höhne berichten über eine Partei am Scheideweg.Am Dienstag will der russische Präsident Wladimir Putin seinen Amtskollegen Xi Jinping in China besuchen. Das Treffen kommt wenige Tage nach einem Besuch Donald Trumps: Der US-Präsident hat Taiwan mit ein paar vagen Bemerkungen über den Fortgang der US-Unterstützung in große Sorge gestürzt, wie SZ-Korrespondent Gregor Scheu berichtet. Und ausgerechnet jetzt kommt Putin, mit dem Xi Jinping seit Jahren eine gemeinsame Front gegen die amerikanisch geprägte Ordnung bildet. Das dürfte also ein spannender Staatsbesuch werden.Was heute wichtig istBericht: Dobrindt plant Milliardenprogramm für Zivilschutz. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will den Zivilschutz „aufrüsten“. Laut „Bild“ sollen zehn Milliarden Euro etwa in Feldbetten und das Technische Hilfswerk investiert werden. Außerdem wurden 1000 neue Spezialfahrzeuge angekündigt. Zum Liveblog zur BundespolitikEXKLUSIV Rotes Kreuz warnt: Deutschland nicht für Krieg und Krisen gewappnetKrisenvorsorge: Was Deutschland beim Bevölkerungsschutz von anderen Ländern lernen kannBrand nach Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in den Emiraten. Ein Stromgenerator des Kraftwerks Barakah in der westlichen Wüstenregion soll getroffen worden sein. Das meldete die Pressestelle von Abu Dhabi. Die Sicherheit der Anlage sei gewährleistet, die radioaktiven Strahlungswerte seien normal. Unter Verdacht steht Iran. Zum Liveblog zum Krieg in NahostIran-Krieg: Wie groß Chinas Einfluss auf Iran wirklich istTote bei ukrainischem Angriff auf Großraum Moskau. Bei den ukrainischen Angriffen mit mehr als 100 Drohnen sind nahe Moskau nach Angaben russischer Behörden mindestens drei Menschen getötet worden. Präsident Selenskij betont, dass die vergrößerte Reichweite der Waffen den Krieg erheblich verändere. Zum Liveblog zum Ukraine-KriegMEINUNG Die einzigen Verhandlungen, die Putin interessieren, sind ScheinverhandlungenSöder fordert einen „Ruck“ durchs Land. Bei „Caren Miosga“ sagt Bayerns Ministerpräsident, es sei „zwingend notwendig“, dass bis zur Sommerpause ein großes Reformpaket auf den Weg gebracht werde. Dabei soll es um Steuern und Arbeitsmarkt, Rente und Bürokratie gehen. Zum ArtikelEric Clapton gibt sein wohl letztes Konzert in München. Der große Gitarrist und Schmerzensmensch Eric Clapton gibt ein Konzert in der ausverkauften Münchner Olympiahalle. Der 81-Jährige kämpft mit körperlichen Einschränkungen, die sein Gitarrenspiel beeinflussen – dennoch liefert er ein bewegendes Konzert. Zum ArtikelWeitere wichtige ThemenLetzter Spieltag der 2. Liga: Düsseldorf steigt ab, Hannover betrauert verpassten AufstiegGastkommentar zu den USA: Ein Toast auf den eigenen UntergangDie Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-AboDigitalwende: Verbände dringen bei der digitalen Patientensteuerung auf Klarheit. Die digitale Bedarfseinschätzung soll Patientinnen und Patienten künftig an die richtige Stelle im Gesundheitssystem lotsen. Doch betroffene Akteure kritisieren, dass zentrale Fragen unbeantwortet bleiben. Auch wichtig: Im Interview mit SZ Dossier skizziert Ronja Kemmer, Baden-Württembergs neue Chief Digital Officer, erstmals ihre Digitalpläne. Zum BriefingGeoökonomie: Trumps Worte lassen Taiwans Sicherheit bröckeln. Die Aussagen des US-Präsidenten nach seinem Peking-Besuch erschüttern das Vertrauen Taiwans in die USA. Er übernimmt Pekings Linie, macht Waffenlieferungen zur Verhandlungsmasse und sendet widersprüchliche Signale. In Taipeh wächst die Angst, Washington könnte seine Schutzgarantie aufgeben. Zum Briefing