Tech-Konzerne drängen ihre Mitarbeiter:innen zunehmend dazu, KI für immer mehr Aufgaben einzusetzen. Das gilt auch für Amazon. Wie die Financial Times berichtet, hat das Unternehmen das Ziel formuliert, dass mehr als 80 Prozent der Entwickler:innen KI wöchentlich nutzen sollen. Anfang dieses Jahres begann Amazon zudem damit, den Verbrauch von KI-Tokens in internen Ranglisten zu erfassen. Diese Maßnahme steigert allerdings nicht zwangsläufig die Produktivität – und zieht teilweise unerwünschte Effekte nach sich.Anzeige
Angestellte sollen öfter KI nutzen
KI-Tools können die Effizienz steigern und Kosten senken – darin sind sich viele Führungskräfte einig. Metas Personalchefin Janelle Gale kündigte deshalb Ende letzten Jahres an, dass der Erfolg aller Mitarbeiter:innen ab 2026 anhand ihres „KI-Impacts” gemessen werden soll. Wie das Wall Street Journal berichtet, werden die Teams seither dazu ermutigt, mehrmals wöchentlich an KI-Schulungen teilzunehmen und eigene Tools zu entwickeln. „Wir investieren in KI-native Tools, damit die Beschäftigten bei Meta mehr leisten können”, sagte Meta-Chef Mark Zuckerberg bei der Bilanzpressekonferenz im Januar.
Auch Amazon hält seine Mitarbeiter:innen dazu an, KI stärker zu nutzen. Das Unternehmen setzt dafür das hauseigene Tool Meshclaw ein, mit dem Mitarbeiter:innen KI-Agenten erstellen können, die sich mit Arbeitssoftware verbinden und Aufgaben automatisch ausführen. Amazon teilte zwar mit, dass die Token-Statistiken nicht für Leistungsbeurteilungen herangezogen würden. Mehrere Mitarbeiter:innen gaben aber an, dass ihre Vorgesetzten die Daten dennoch im Blick hätten. „Die Manager:innen schauen sich das an“, sagte ein:e aktuelle:r Mitarbeiter:in gegenüber der Financial Times. „Wenn sie die Nutzung verfolgen, schafft das falsche Anreize, und manche Leute sind dabei sehr ehrgeizig.“Anzeige










