Das mit viel Vorschusslorbeeren und Hype gestartete KI-Modell Claude Mythos, das im Rahmen des „Project Glasswing“ zum Auffinden von Sicherheitslücken genutzt werden soll, hat bei macOS angeschlagen – allerdings nicht bei Tests durch Apple, sondern bei einer externen Sicherheitsfirma. Dem Unternehmen Calif aus Palo Alto gelang es demnach, von einer frühen Mythos-Version vorgeschlagene Techniken zu verwenden, um „zwei Bugs und eine Handvoll Verfahren“ zu nutzen, um Speicherfehler zu erreichen. Darüber erlangte Calif dann eine Rechteausweitung. Wie weit Angreifer mit dem Exploit gekommen wären, blieb zunächst unklar.

Besuch in Cupertino

Details wurden bislang nicht veröffentlicht. Calif sieht das Problem jedoch als derart schwerwiegend an, dass Firmenmitarbeiter am vergangenen Dienstag direkt zu Apple gefahren seien, schreibt das Wall Street Journal. Einen 55 Seiten langen Bericht habe das Team an Apple übergeben. Allein dieser persönliche Besuch (beziehungsweise Apples Einladung dazu) kann als Besonderheit gelten. Details will die Sicherheitsfirma erst veröffentlichen, sobald Apple intern einen Patch getestet und diesen dann implementiert hat. Dies werde vermutlich ziemlich schnell gehen, so Thai Duong von Calif.