PC- und Komponentenhersteller stellen sich auf einen Einbruch der Nachfrage im restlichen Jahr ein, der insbesondere den Selbstbau-Markt trifft. Marktführer Asus soll Prognosen zufolge Mühe haben, in diesem Jahr auf 10 Millionen Mainboard-Verkäufe zu kommen. 2025 waren es noch über 15 Millionen.

Bei den Wettbewerbern auf den Plätzen Zwei, Drei und Vier soll es ähnlich aussehen: Der Absatz von MSI und Gigabyte soll jeweils um rund 25 Prozent einbrechen, auf 8,4 Millionen bis 9 Millionen Stück. Asrock könnte mit einem Rückgang um 37 Prozent auf 2,7 Millionen Mainboards besonders schlecht dastehen. Die Lieferungen von Mainboards an PC-Hersteller sollen teils noch stärker einbrechen. Im Falle von MSI ist von einem Rückgang von 60 Prozent unter anderem an Partner wie Lenovo die Rede.

Über die Zahlen berichtet die taiwanische Digitimes, mit üblicherweise guten Kontakten zu den dort ansässigen Mainboard-Herstellern. Immerhin: Bei Asus und Gigabyte soll das Servergeschäft gut laufen, sodass die Firmen den Umsatzverlust abfedern können. Schlechter sieht es vor allem bei Zulieferern aus. Kleine Firmen könnten vor dem Aus stehen. Hinter vorgehaltener Hand sprechen Quellen von einem „Einbruch auf ganzer Linie“.