Die Pressemitteilung der Meyer Werft zum „Projekt Vision“ liest sich gleichzeitig ziemlich vage und überraschend konkret: Einerseits ist nur von einer „Konzeptstudie“ die Rede; technische Daten zum Antrieb fehlen. Andererseits werden einige Dimensionen präzise benannt: 275 Meter Länge, 1856 Passagiere, Bruttoraumzahl von 82.000. Die wegfallenden Schornsteine machten zudem ein „neues Sonnendeck-Design mit uneingeschränkter Aussicht“ möglich. Bei einer Bestellung in diesem Jahr könne man das Schiff bereits 2031 ausliefern.Anzeige
Wie realistisch ist das? Eine Anfrage bei der Meyer Werft ergibt, dass die Eckpunkte des Antriebs tatsächlich schon weitgehend feststehen. Fangen wir mit den Motoren an. Es handelt sich um zwei Synchronmotoren, die je nach Bauweise und Hersteller permanent oder elektromagnetisch erregt werden. Gemeinsam haben die Motoren eine Leistung von 24 Megawatt (gut 32.000 PS). „Elektromotoren dieser Bauart und Leistungsgröße befinden sich seit Jahrzehnten auf Seeschiffen im Einsatz, zum Beispiel in den Pod-Antrieben von ABB oder Siemens Energy“, schreibt Pressesprecher David Hecker-von Aschwege. (Pod-Antriebe sind frei drehbare Propellergondeln unter dem Rumpf.) Zum Vergleich: Die etwa gleichgroße Arcadia hat eine Leistung von gut 35 Megawatt.








