Apps wie Strava, Yazio oder Duolingo sollen Nutzer:innen dabei unterstützen, mehr Sport zu treiben, sich bewusster zu ernähren oder eine neue Sprache zu lernen. Aber nicht jede App schafft es, Nutzer:innen langfristig zu motivieren. Wie Phys.org berichtet, gibt es fünf zentrale Faktoren im App-Design, die vom eigentlichen Ziel ablenken oder demotivierend wirken können und deshalb unbedingt vermieden werden sollten.Anzeige

Auch kleine Erfolge müssen gefeiert werden

Laut einer Yougov-Umfrage im Auftrag der E-Health-Plattform Doctolib hat mehr als ein Viertel der Menschen in Deutschland Vorsätze für 2026 gefasst. An erster Stelle steht mit 48 Prozent der Verzicht auf Zucker und Süßigkeiten, gefolgt von Alkohol (41 Prozent), Nikotin (29 Prozent) und Fast Food (25 Prozent). Immer häufiger greifen Nutzer:innen dabei auf digitale Hilfsmittel zurück, um motiviert zu bleiben. Aber genau das kann auch nach hinten losgehen. So können Fitness-Apps, die stark auf Vergleiche mit anderen setzen, sogar demotivieren, indem Nutzer:innen sich unterlegen fühlen, anstatt die eigenen Fortschritte wahrzunehmen.

Die Marketing-Professorin Kaitlin Woolley hat untersucht, wie sich Motivation und Technologie sinnvoll miteinander verbinden lassen. Technologie kann demnach motivierend wirken, wenn sie Fortschritte flexibel abbildet, kurzfristige Ziele sichtbar macht und frühe Erfolge hervorhebt – selbst dann, wenn das langfristige Ziel noch in weiter Ferne liegt. Künstliche Intelligenz kann Feedback zudem personalisieren, indem beispielsweise gezeigt wird, wie viel Geld durch den Verzicht auf Zigaretten gespart wurde oder welche positiven Effekte regelmäßige Bewegung auf Herz und Kreislauf hat. Die Studie mit dem Titel „Digitales Tracking, Gamification, soziale Medien und KI: Wie Technologie die Motivation beeinflusst“ wurde in der Consumer Psychology Review veröffentlicht.Anzeige