Die Handelskette Depot ist erneut in finanzielle Schieflage geraten. Die GDC Deutschland GmbH hat beim Amtsgericht Aschaffenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte.Geschäftsführer Christian Gries will das Unternehmen sanieren. »Wir wollen auf jeden Fall weitermachen und möglichst viele Filialen erhalten«, sagte er. Als Gründe für die Insolvenz nannte er neben Zöllen und der wachsenden Onlinekonkurrenz durch Plattformen wie Temu auch die Kaufzurückhaltung der Kundschaft. »Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise.« Preisreduzierungen seien jedoch auf Dauer kein Mittel, um ein rentables Geschäft zu führen.

Gries rechnet mit weiteren Filialschließungen. »Eine genaue Zahl können wir noch nicht sagen.« Man werde »alles auf den Prüfstand stellen« und Gespräche mit den Vermietern führen. Zudem soll das Konzept von Depot angepasst werden.

Probleme nach der PandemieDas Gericht hat die vorläufige Eigenverwaltung bereits angeordnet. Zum vorläufigen Sachwalter wurde der Rechtsanwalt Thomas Rittmeister aus Frankfurt am Main bestellt. Bei der Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt. Die »Lebensmittelzeitung« hatte zuvor berichtet.