Ungewisse Zukunft: Der Deko-Händler Depot muss erneut ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen
Der Wohnaccessoires-Händler Depot muss abermals ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen. Das bestätigte das Amtsgericht Aschaffenburg auf Anfrage der „Lebensmittel Zeitung“ und der Deutschen Presse-Agentur. Die vorläufige Eigenverwaltung wurde am Mittwoch angeordnet, zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Thomas Rittmeister aus Frankfurt am Main, der die Gläubigerinteressen wahrt. Als Verfahrensbevollmächtigter für Depot kam Alexander Höpfner von der Kanzlei ACT Tischendorf an Bord.
Für den Deko-Spezialisten, dessen Geschäft unter der GDC Deutschland GmbH geführt wird, wiederholt sich damit ein bereits bekanntes Szenario. Depot war bereits Mitte 2024 unter den Schutzschirm des Insolvenzrechts geflüchtet und schloss das Verfahren erst im vergangenen Jahr ab. Damals begleitete ebenfalls die Kanzlei Tischendorf die Restrukturierung.
Im Zuge der damaligen Sanierung schrumpfte das Filialnetz von einst mehr als 400 Standorten auf etwa 150 in Deutschland und 30 in Österreich. Auch die Zentrale wurde massiv verkleinert.
Dass die Einschnitte nicht ausreichten, zeichnete sich allerdings ab. Anfang 2026 erfuhr die „LZ“, dass das Unternehmen erneut auf der Suche nach Geldgebern und Ende 2025 mit Mieten im Rückstand gewesen sei. Insider sprachen gegenüber der Zeitung von einer notwendigen Kapitalspritze von rund 16 Millionen Euro für eine nachhaltig erfolgreiche Neuaufstellung. In einem internen Strategiepapier, aus dem die „LZ“ zitierte, hieß es, dass es immer noch rund 30 Filialen gebe, die keinen Profit abwerfen würden. Auch seien die Personalkosten in der Zentrale nach wie vor zu hoch.










