Gute Nacht, liebe Bundesliga. Das war's dann wohl. Wenn sich vieles vor dem letzten Spieltag der Saison vor allem um die Frage dreht, wer absteigt, ist klar, was die Stunde geschlagen hat.Ob der FC St. Pauli, der 1. FC Heidenheim oder der VfL Wolfsburg aus der Liga verschwinden, ist allenfalls eine Frage für Nostalgiker oder Traditionalisten. Für die Qualität der Bundesliga ist weder der Stadtteilverein aus Hamburg, der Provinzklub aus Schwaben noch die Werkssportgruppe eines Autokonzerns entscheidend. So ehrlich wollen wir an dieser Stelle sein.Die Angelegenheit ist seit Jahren nämlich ziemlich einfach. Wer zahlt, der liefert auch. St. Pauli und Heidenheim hatten zuletzt laut den Finanzkennzahlen der Deutschen Fußball Liga die geringsten Personalkosten und stehen deshalb dort, wo sie stehen, genau richtig. Im Kampf der Millionen haben sie nur eine Chance, wenn Klubs wie Wolfsburg ein Systemversagen erleiden. Aber auch nach zwei Trainerentlassungen und vielen Fehlentscheidungen ist dieser Klub noch so stark, dass er sich aus eigener Kraft retten kann.Es ist nicht nur die Taktik, und es sind auch nicht die Entscheidungen auf dem Platz, die über den Ausgang einer Saison entscheiden. Es sind vor allem die Bankkonten. Wer die Vereine vor einer Saison nach ihren Umsätzen und Personalkosten sortiert, erhält, von Ausnahmen abgesehen, eine Tabelle, wie sie sich gerade zeigt.Auch deshalb ist der FC Bayern München seit Jahrzehnten im Prinzip unangreifbar. Die Trainer Jürgen Klopp und Xabi Alonso waren seit 2010 die Einzigen, die mit Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen den Titel gegen den Rekordmeister gewinnen konnten. Mit dem Geld aus der Champions League sind beide Klubs seither in der Spitze der Liga so gut wie gesetzt.Eintracht Frankfurt etablierte sich dort als eine Art Import-Export-Unternehmen, Kerngeschäft Spielertransfers. Schritt für Schritt kletterte der Klub nach oben, erlebt aber, dass dieses Geschäftsmodell wenig nachhaltig ist, weil das System mit immer neuen Millionen in Schwung gehalten werden muss, während die Mannschaft jedes Mal ihr Gesicht verliert.