Einige von uns erinnern sich noch an eine Zeit, als unsere Mobiltelefone genau zwei Funktionen hatten: Telefonieren sowie Versand und Empfang von kostenpflichtigen SMS-Textnachrichten. Diese archaischen Geräte nannten wir in Deutschland Handys. Der Name sorgte zwar für Verwunderung im angelsächsischen Raum, aber letztlich fanden wir es vermutlich alle durchaus passend, eine Abwandlung des englischen Adjektivs für „praktisch“ oder „nützlich“ dafür zu verwenden.Anzeige
Heute, mehr als 15 Jahre nach Vorstellung des ersten iPhones, fristen solch limitierte Mobiltelefone allerdings nur noch ein Schattendasein. Das zeigt sich auch in unserer Sprache: In Abgrenzung zum allgegenwärtigen Smartphone bezeichnen wir diese Geräte heute oft als Dumbphone. Von „praktisch“ zu „dumm“ in nur wenigen Jahren – so kann’s gehen.
Dabei hat der eingeschränkte Funktionsumfang durchaus seinen Reiz. Die gigantische Informationsflut in unserer Hosentasche ist verlockend und lenkt uns bisweilen von dem ab, was wir eigentlich machen wollen. Selbst der Müßiggang wird schwierig, wenn Apps und Kontakte um unsere Aufmerksamkeit buhlen. Genau deswegen wünscht sich der eine andere sein dummes Handy aus den alten Tagen zurück.Anzeige










