Henriette Kuhrt
Bei einem Lunchdate zog ein Kollege sein Handy heraus, um ein völlig nebensächliches Faktum zu googeln, einfach nur, weil er «das jetzt wissen musste». Ich habe gelernt, dass man beim Essen das Handy beiseitelegt. – Fabian T., Zürich
Lieber Fabian, mittlerweile haben Smartphones unsere Gehirne so durchfrittiert, dass wir glauben, das Horten irrelevanter Informationen helfe uns im Gespräch weiter. Das macht es schwer, sich an einfachste Gesprächsregeln zu halten, etwa das Telefon beim Essen möglichst zu ignorieren.
Die Google-Recherche ist nervig für Sie, aber noch viel ärgerlicher für Ihren Kollegen, der seine Frustrationstoleranz wieder ein kleines bisschen kaputtgemeisselt hat. Das ist vor allem sein Problem, denn ohne Selbstbeherrschung vermag man in unserer Gesellschaft nicht einmal ein Kindermenu am McDonald’s-Touchscreen zu bestellen.
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