Stand: 15.05.2026 • 19:12 Uhr

Der vor der dänischen Insel Anholt aufgefundene Kadaver ist als Buckelwal identifiziert worden. Ob es sich um das in der Ostsee gestrandete Tier handelt, sollen nun Laboruntersuchungen zeigen.

Von Jana Sinram, ARD-Studio Stockholm

So etwas erleben auch die Menschen in Anholt selten: Im Wasser vor ihrer kleinen Insel mitten im Kattegat zwischen Dänemark und Schweden liegt ein toter Wal - nur etwa 75 Meter vom Strand entfernt. "Gestern morgen kam jemand von den anderen Urlaubern und sagte, er habe einen Wal unten am Wasser gesehen", erzählt Camping-Urlauber Claus Kirkeby. Sie seien dann zum Strand gegangen. "Und da lag er, etwa 300 Meter weiter die Küste hoch, und ziemlich weit draußen. Über Nacht ist er dann nochmal so 200, 300 Meter getrieben, und jetzt liegt er auch näher am Land", berichtet er.

Auch für Morten Abildstrøm von der örtlichen Naturschutzbehörde ist es eine ungewöhnliche Situation. Er habe keine historischen Aufzeichnungen gefunden, dass schon mal ein Wal auf Anholt gestrandet wäre. "Es ist also eine kleine Sensation! Besonders, falls sich herausstellen sollte, dass es sich um Timmy handelt, diesen Wal aus der Richtung von Lübeck", sagt er.