Vor der dänischen Insel Anholt im Kattegat ist ein toter Wal entdeckt worden. Das Tier liege etwa 75 Meter vor der Küste und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen. Unklar ist, ob es sich um den Wal handelt, der Ende März erstmals in der Ostsee bei Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein) und später vor der Insel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) gestrandet war und rund einen Monat später ins Skagerrak, einem Teil der Nordsee, transportiert worden war.

„Sowohl die deutschen als auch die dänischen Forscher, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal handelt“, sagte Morten Abildstrøm, ein Supervisor der dänischen Naturschutzbehörde in Anholt, dem dänischen Rundfunk. Er wolle noch heute versuchen, eine Gewebeprobe des Tieres zu entnehmen, um diese Vermutung zu bestätigen oder zu widerlegen. Den Angaben nach wird gerade darauf gewartet, dass das Niedrigwasser dies zulässt. Derzeit gebe es keine Pläne, den Wal zu bergen. Das könne sich ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe, berichtet ein örtlicher Naturaufseher dem Sender TV 2 Østjylland.