Das Frankfurter Frauengefängnis eröffnet ein neues Unterkunftsgebäude. Der Bau zeigt: Im modernen Strafvollzug gibt es weniger Bewachung, dafür mehr Privatsphäre, Angebote und Resozialisierung.
Wenn sich eine Zellentür schließt, soll es dahinter nicht nur Kontrolle geben, sondern auch ein Stück Alltag beginnen. So beschreibt Hessens Justizminister Christian Heinz das Ziel des modernen Strafvollzugs. „Die Resozialisierung steht im Mittelpunkt“, sagt der CDU-Politiker bei der Eröffnung des neuen Gebäudes C in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main III im Stadtteil Preungesheim.
Die Frauenvollzugsanstalt gilt als zentrale Einrichtung für weibliche Gefangene in Hessen und verfügt mit einem Mutter-Kind-Heim, einer Jugendabteilung und offenen wie geschlossenen Abteilungen über ein breites Spektrum an Einrichtungen. Mit dem Neubau C werde diese Struktur nun „baulich in die Gegenwart geführt“, heißt es aus dem Justizministerium.
68 zusätzliche Haftplätze in 66 Hafträumen erhöhen die Kapazität der Anstalt auf 427 Plätze. Entscheidend sei für Heinz aber weniger die Zahl der Betten als die Art der Unterbringung: Einzelhafträume, Gemeinschaftsbereiche und ein Speisesaal für 144 Gefangene sollen Bedingungen schaffen, „unter denen Menschen auch wieder Halt finden können“.






