Merz hält Iran-Streit mit Trump für ausgeräumtDie Bundesregierung hält den Streit mit US-Präsident Donald Trump wegen kritischer Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über dessen Iran-Strategie für ausgeräumt. In einem Telefonat des Kanzlers mit Trump sei das Thema am Freitag nur kurz angesprochen worden, hieß es aus deutschen Regierungskreisen. Trump habe die Sache als geklärt bezeichnet. Merz hatte Ende April vor Schülern im Sauerland unter anderem gesagt, dass die ganze amerikanische Nation durch die iranische Führung gedemütigt werde. Amerika habe keine Strategie für die Verhandlungen mit Teheran. Trump hatte daraufhin Merz beschimpft und den Abzug tausender Soldaten aus Deutschland angekündigt. Nun teilte Merz auf X mit, er sei sich mit Trump einig mit Blick auf das weitere Vorgehen im Irankrieg. Beide hätten während Trumps Rückreise aus China ein „gutes Telefonat“ geführt. Merz schrieb: „Wir sind uns einig: Iran muss jetzt an den Verhandlungstisch. Die Straße von Hormus muss geöffnet werden. Teheran darf keine Nuklearwaffen haben.“Pakistan: Seeleute von festgesetzten Schiffen freiInmitten festgefahrener Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten holt Pakistan eigene und iranische Seeleute heim. Die 20 Iraner und elf Pakistaner seien „an Bord von Schiffen gewesen, die auf hoher See von den Vereinigten Staaten festgesetzt wurden“, schrieb der pakistanische Außenminister Ishaq Dar auf X. Sie seien wohlauf und an Bord eines Flugzeugs nach Islamabad. Die iranischen Seeleute würden dann von Pakistan nach Iran überstellt.Pakistan hat die Seeleute demnach in Vermittlung mit Singapur zurückgeholt. Seit fünf Wochen gilt im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine fragile Waffenruhe; Pakistan vermittelt zwischen den Kriegsparteien. Trump: Mit China in wichtigen Fragen zu Iran einigChina und die USA sind sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump einig, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen darf. Darüber habe er mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gesprochen, erklärt Trump zum Abschluss seines Besuches in China. Zudem seien sich China und die USA einig darüber, dass sie „die Meerenge offen“ wollten, erklärt Trump mit Blick auf die für die internationale Schifffahrt wichtige Straße von Hormus. „Wir haben viele verschiedene Probleme gelöst, die andere nicht hätten lösen können.“ Trump erwägt zudem die Aufhebung von Sanktionen gegen chinesische Unternehmen, die iranisches Öl kaufen. Er habe dieses Thema bei seinem Besuch in Peking besprochen und werde in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen, sagt Trump an Bord der Regierungsmaschine Air Force One. Uli PutzChina fordert dauerhafte Waffenruhe im Irankrieg und Freigabe der Straße von HormusChina hat zu einer „umfassenden und dauerhaften“ Waffenruhe im Irankrieg aufgerufen. Diese solle „so schnell wie möglich“ erreicht werden, um Frieden und Stabilität in der Region wieder herzustellen, erklärte das Außenministerium in Peking am Freitag. Zudem sollten die Schifffahrtswege entsprechend den Forderungen der internationalen Gemeinschaft „so schnell wie möglich“ wieder freigegeben werden, erklärte das Ministerium mit Blick auf die von Teheran weitgehend blockierte Straße von Hormus. Uli PutzTrump zu Iran: „Werde nicht mehr lange geduldig sein“US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit dem Ende seiner Geduld. „Ich werde nicht mehr lange geduldig sein“, sagt Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News. Der Iran solle ein Abkommen schließen. Das angereicherte Uran des Iran könne sicher verschlossen gelagert werden. Er hätte es lieber in den USA, aber dies sei mehr für Public Relations als alles andere. Die iranischen Führer, mit denen die US-Regierung verhandele, seien vernünftig.Uli PutzIsrael-Libanon-Gespräche in Washington nach US-Angaben bislang „positiv“ verlaufenDie jüngsten Gespräche in Washington im Bemühen um eine Friedenslösung zwischen Israel und Libanon sind nach US-Angaben bislang „positiv“ verlaufen. Es habe am Donnerstag „produktive Gespräche“ gegeben, sagte ein ranghoher Vertreter des US-Außenministeriums. Am Freitag werde es wie geplant ein weiteres Treffen geben, fügte er hinzu. Es handelt sich um die dritte Gesprächsrunde seit Bekanntgabe einer Feuerpause vor fast einem Monat. Bei dem vergangenen Treffen am 23. April hatte Präsident Donald Trump die Unterhändler persönlich im Weißen Haus empfangen.Bei dem neuerlichen Treffen geht es um eine mögliche Verlängerung der Waffenruhe, die am Sonntag ausläuft. Sie war am 17. April in Kraft getreten und wurde bereits einmal verlängert.Uli Putz„New York Times“: Saudi-Arabien und Emirate haben Iran angegriffenAls Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele in Iran attackiert haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder Iran direkt angriffen, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte. Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben.Weder Saudi-Arabien noch die Emirate bestätigten die Angriffe. Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den beiden Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte.Saudi-Arabien und Iran ringen seit langem um die Vorherrschaft in der Region. Die Rivalität wird auch vom konfessionellen Konflikt zwischen dem sunnitischen Islam in Saudi-Arabien und dem schiitischen Islam in Iran geprägt. Auch die Beziehungen zwischen den Emiraten und Iran sind angespannt. Das arabische Land ist ein wichtiger Verbündeter der USA und hatte zuletzt auch seine Beziehungen zu Irans Erzfeind Israel normalisiert.Philipp von ReinersdorffResolution zur Beendigung des Irankrieges scheitert knappDas US-Repräsentantenhaus lehnt eine von den Demokraten eingebrachte Resolution zur Beendigung des Irankrieges äußerst knapp ab. Die Vorlage scheitert mit 212 zu 212 Stimmen, da für eine Verabschiedung eine einfache Mehrheit erforderlich ist. Ziel der Initiative ist es, den Militäreinsatz von US-Präsident Donald Trump zu stoppen, bis der Kongress diesen genehmigt. Es ist die dritte Abstimmung in der Kammer über eine solche Resolution in diesem Jahr. Die Ergebnisse werden dabei zunehmend knapper. Trumps Republikaner verfügen nur über eine dünne Mehrheit. Auch im Senat scheiterte am Mittwoch eine ähnliche Vorlage mit 50 zu 49 Stimmen knapp.US-Admiral: Berichte über Irans verbliebene Raketen falsch Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper, hat Berichten über umfassende verbliebene Raketenstellungen Irans widersprochen. Er könne keine geheimdienstlichen Informationen preisgeben, aber die öffentlich kursierenden Zahlen seien aus seiner Sicht falsch, sagte Cooper in einer Anhörung im amerikanischen Kongress. Mehrere Medien hatten zuvor unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, Iran verfüge noch über etwa 70 bis 75 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie 70 Prozent seines Raketenarsenals.Cooper sagte, bei der Beurteilung der iranischen Schlagkraft gehe es um mehr als nur Zahlen zu Raketen. „Es geht um die Kommando- und Kontrollstrukturen, die zerschlagen wurden.“ Hier sei Teheran empfindlich getroffen worden. „Und es geht um den Mangel an jeglicher Möglichkeit, im Hintergrund Raketen oder Drohnen herzustellen.“ Erst dann ergebe sich ein vollständiges Bild.James Adams, Direktor des US-Militärgeheimdienstes DIA, hatte in einer früheren Anhörung im Kongress bereits anerkannt, dass Iran weiter über erhebliche Bestände verfüge. Obwohl die militärischen Fähigkeiten Irans durch die Luftangriffe erheblich geschwächt worden seien, „verfügt Teheran weiterhin über Tausende von Raketen und Einweg-Kampfdrohnen, die eine Bedrohung für uns und unsere Verbündeten in der gesamten Region darstellen“.Chinesische Schiffe dürfen offenbar Straße von Hormus passierenRund 30 Schiffe haben nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) seit der vergangenen Nacht die Straße von Hormus passiert. Das erklärte ein Kommandeur der IRGC-Marine laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Er betonte zugleich, dass weiterhin kein Schiff „eines feindlichen Staates“ die Meerenge durchqueren dürfe. Der iranischen Agentur Tasnim zufolge soll es sich unter anderem um chinesische Schiffe gehandelt haben. Demnach kam die Vereinbarung nach intensiven Bemühungen beider Länder zustande. Dabei spielten die engen bilateralen Beziehungen und die strategische Partnerschaft eine entscheidende Rolle, hieß es in dem Bericht.Eine genaue Anzahl der Schiffe wurde in dem Tasnim-Bericht nicht genannt, die Rede war lediglich von „einer Reihe chinesischer Schiffe“, die nach vorheriger Koordinierung mit der iranischen Seite die Straße von Hormus durchquerten. Die erste Durchfahrt hatte den Angaben zufolge in der vergangenen Nacht begonnen. Iran kapert offenbar Schiff vor Küste der EmirateVor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist nach Angaben der britischen Sicherheitsfirma Vanguard ein Schiff gekapert worden. „Der Sicherheitsbeauftragte des Unternehmens berichtete, dass das Schiff von iranischem Personal gekapert wurde, während es vor Anker lag“, teilt Vanguard weiter mit. Das Schiff nehme nun Kurs auf iranische Gewässer. Der Kontakt sei abgerissen und das Ortungssystem ausgeschaltet. Zwei Insidern zufolge handelt es sich um das unter der Flagge von Honduras fahrende Fischereiforschungsschiff Hui Chuan. Seit Beginn des Krieges zwischen Iran sowie den USA und Israel Ende Februar hat die Regierung in Teheran bereits mindestens zwei weitere Schiffe festgesetzt. USA und China für Öffnung der Straße von Hormus Die USA setzen nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio zur Lösung der festgefahrenen Situation rund um die Straße von Hormus auf Unterstützung aus China. Peking solle eine aktivere Rolle spielen und Iran dazu bewegen, „von dem Abstand zu nehmen, was er derzeit im Persischen Golf tut und zu tun versucht“, sagte Rubio dem Sender Fox News. Nach dem Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping erklärte das Weiße Haus, beide Seiten seien sich einig gewesen, dass die Meerenge für Energie-Transporte offen bleiben müsse. Demnach soll Xi Chinas Ablehnung einer Militarisierung der Straße deutlich gemacht haben und auch gegen Gebühren für eine Durchfahrt sein. Zudem soll er den Angaben nach Interesse am Kauf von mehr amerikanischem Öl gezeigt haben. Zivilisten in Israel durch Hizbullah-Drohne verletztBei einem Angriff der libanesischen Hizbullah-Miliz mit einer Sprengstoffdrohne haben nach Militärangaben im Norden Israels mehrere Zivilisten Verletzungen erlitten. In der Küstenstadt Rosch Hanikra direkt an der Grenze zu Libanon seien auf einem Parkplatz drei Menschen verletzt worden, zwei davon schwer, berichtete das israelische Nachrichtenportal „ynet“. Sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden. In der Mitteilung der israelischen Armee war die Rede von einem schweren Verstoß der Hizbullah gegen die Waffenruhe. Die Kampfhandlungen zwischen Israel und der Hizbullah halten auch vor den erwarteten Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in der US-Hauptstadt Washington weiter an. Nach Angaben des israelischen Forschungszentrums Alma setzt die Hizbullah im Rahmen der Konfrontationen mit Israel verstärkt Sprengstoffdrohnen mit faseroptischer Steuerung ein. Dieses verhindere eine Abwehr durch „Jamming“, also Störung der Kommunikation zwischen Drohne und Pilot. Angriff auf indisches Schiff vor der Küste OmansIndien protestiert gegen einen Angriff auf ein unter indischer Flagge fahrendes Schiff vor der Küste Omans. „Der Angriff (...) ist inakzeptabel, und wir beklagen die Tatsache, dass die Handelsschifffahrt und zivile Seeleute weiterhin ins Visier genommen werden“, erklärt das indische Außenministerium. Der Angriff habe sich am Mittwoch ereignet. Die gesamte Besatzung an Bord sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich ist, geht aus der Erklärung nicht hervor. Iran fordert BRICS-Staaten zur Verurteilung von USA und Israel auf Iran wirft den USA und Israel Verstöße gegen das Völkerrecht vor und fordert die sogenannten BRICS-Staaten dazu auf, die beiden Länder deswegen zu verurteilen. Außerdem ruft Außenminister Abbas Araghchi dazu auf, eine Politisierung internationaler Institutionen zu verhindern. Das „falsche Gefühl des Westens“, überlegen zu sein und Immunität zu haben, müsse „von uns allen zerschmettert werden“, heißt es in einer auf Araghchis Telegram-Kanal veröffentlichten Erklärung. Zu den BRICS-Mitgliedern gehören neben Iran auch Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Indonesien. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: Merz: Bin mir mit Trump einig über Vorgehen in Iran | FAZ
„Trump hat es in Telefonat für erledigt erklärt“ +++ Berichte: Saudi-Arabien und Emirate sollen Iran angegriffen haben +++ alle Entwicklungen im Liveblog








