Milizen in Tansania (Oktober 2025): »Proteste und Unruhen«
Die massiven Einschnitte bei der US-Entwicklungsbehörde USAID haben laut einer Studie dafür gesorgt, dass die Gewalt in mehreren afrikanischen Ländern deutlich gestiegen ist. Ein Team um den Wirtschaftsforscher Dominic Rohner vom Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung im schweizerischen Genf berichtet über die Ergebnisse im Fachmagazin »Science« .
Die Forschenden hatten sich 870 einzelne Regionen auf dem afrikanischen Kontinent angesehen. Konkret hatten sie die Datensätze zweier Datenbanken verknüpft. In der einen waren Entwicklungshilfe-Auszahlungen und Projektstandorte erfasst worden, in der anderen Gewaltereignisse. So konnten sie frühere Muster der USAID-Hilfsverteilung mit anschließenden Konfliktdaten in Zusammenhang bringen.
Dabei zeigte sich, dass gerade in den Gebieten, die zuvor besonders viel Unterstützung erhalten hatten, die Gewalt zunahm. »Betroffen waren sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der Vorfälle, darunter bewaffnete Auseinandersetzungen, Proteste und Unruhen«, so die Forschenden. Die Auswirkungen seien sofort eingetreten und hätten über mehrere Monate angehalten. Schwache staatliche Institutionen hätten die negativen Folgen zusätzlich verstärkt.






