Das staatlich üppig alimentierte Haus an bester Seelage spielt im kulturellen Leben der Stadt keine Rolle. Konzertveranstalter sehen das Problem in der Beamtenmentalität, die im Kongresshaus herrsche.

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Als das Kiewer Grand Ballet auftritt, steigt die Heizung aus. Es ist Januar, und im Kongresshaus frieren Tänzer wie Besucherinnen. «Die Balletttänzer waren phantastisch», schreibt später eine Besucherin in einer Mail ans Kongresshaus, «aber leider war es unangenehm kalt. Ich hatte einen warmen Pullover an und habe trotzdem gefroren. Die Mäntel haben wir bei der Garderobe für acht Franken abgegeben. Diese hätten wir besser angezogen behalten.»