Unternehmer Elon Musk: Unregelmäßigkeiten bei Twitter-Übernahme
Brendan Smialowski / AFP
Eine US-Richterin hat eine geplante Einigung zwischen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC und einem Treuhandfonds des Unternehmers Elon Musk gestoppt. Die Richterin deutete an, der Deal, der eine Geldstrafe von lediglich 1,5 Millionen Dollar vorsieht, könne dazu dienen, Musk persönlich vor einer Strafe zu schützen. Sie könne eine Vereinbarung mit derart vielen »Unregelmäßigkeiten« nicht einfach absegnen, erklärte die Richterin in Washington am Mittwoch.
Der Rechtsstreit ist Teil einer jahrelangen Auseinandersetzung zwischen der SEC und Elon Musk. Die Börsenaufsicht wirft dem Milliardär vor, im großen Stil Twitter-Aktien gekauft zu haben, bevor er das Onlinenetzwerk 2022 offiziell für 44 Milliarden Dollar übernahm und später in »X« umbenannte. Gesetzlich sind Investoren verpflichtet, innerhalb von zehn Tagen offenzulegen, wenn sie durch Aktienkäufe ihre Anteile an einem Unternehmen auf mehr als fünf Prozent erhöhen. Im Fall der Twitter-Übernahme hatte Musk diese Frist um elf Tage verstreichen lassen.
Der SEC zufolge ermöglichte die verzögerte Offenlegung, dass Musk Aktien zu niedrigeren Preisen kaufen konnte. Er soll so Mehrkosten in Höhe von 150 Millionen Dollar gespart haben. Dennoch bot die Behörde die Beilegung des Verfahrens an.







