Als Jørgen Vig Knudstorp 2004 CEO des dänischen Spielzeugherstellers Lego wurde, hielten viele Beobachter das für keine gute Idee. Und sie hielten damit nicht hinter dem Berg, wie er meiner Kollegin Gesine Braun und mir im Interview erzählte: „Du meine Güte, du bist doch gar nicht qualifiziert für den CEO-Job“, hätten etliche aus seinem Umfeld den Schritt kommentiert.

Die Gründerfamilie ließ sich davon nicht beirren – und Knudstorp auch nicht. Allerdings nahm er die Kritik ernst: „Ich wusste: Ich bin nicht perfekt. Aber ich wusste auch: Ich möchte das Beste aus mir herausholen und besser werden – und dazu brauche ich offensichtlich Unterstützung.“ Also engagierte er verschiedene Coaches und absolvierte auf Anraten der Lego-Eigentümer Executive-Education-Programme.

Knudstorp ist überzeugt, dass ihm all das geholfen hat, aus dem Sanierungsfall Lego jenes Vorzeigeunternehmen zu machen, das es unter seiner Ägide als CEO von 2004 bis 2016 wurde und dessen Boardvorsitzender er bis heute ist. (Lesetipp: Die Visual Story der manager-magazin-Kollegen Theodor Harzer und Jörg Stiehler „Wie Lego vom Krisenkonzern zum größten Spielzeughersteller der Welt wurde“ )

Suchen Sie nach Vorbildern. „Wenn Sie eine bessere Führungskraft werden möchten, sollten Sie sich die unterschiedlichen Beispiele für Leadership genau ansehen – so wie Sie sich die Bauanleitung in einem Lego-Set anschauen würden.“