Personal in besonderen Schutzanzügen am Kreuzfahrtschiff »Hondius«

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält weitere Hantavirusfälle im Umfeld der Kreuzfahrtschiffs MV »Hondius« für möglich. Wegen der langen Zeitspanne von einer Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit von bis zu sechs Wochen könne die Fallzahl noch etwas weiter steigen, hieß es. Die WHO empfehle eine Überwachung der Menschen vom Schiff bis zum 21. Juni, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Rund 150 Menschen aus 23 Ländern waren auf der »Hondius«. Alle Hantavirusfälle sowie die Verdachtsfälle sind nach WHO-Angaben inzwischen isoliert und stehen unter medizinischer Beobachtung. Damit sei das Risiko weiterer Übertragungen auf ein Minimum reduziert.

Pressekonferenz in Spanien: »Alle elf Fälle traten bei Passagieren oder Besatzungsmitgliedern des Schiffes auf«

Derzeit seien elf Fälle erfasst, alle im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff. Darunter seien drei Todesfälle unter früh infizierten Personen. Für neun der Fälle gebe es Labornachweise. »Alle elf Fälle traten bei Passagieren oder Besatzungsmitgliedern des Schiffes auf«, teilte der WHO-Chef mit. Das weckt die Hoffnung, dass es keine unbemerkte Verbreitung über das Schiffscluster hinaus gegeben hat. Sicher lässt sich das aber noch nicht sagen.