Yango-Fahrzeug in Kathmandu: Daten von Fahrern und Fahrgästen sollen auf russischen Server gespeichert worden sein
Wegen der Weitergabe von Kundendaten nach Russland hat die niederländische Datenschutzbehörde eine Millionenstrafe gegen die Taxi-App Yango verhängt. Einer Mitteilung der Behörde zufolge wird Yango in Norwegen und Finnland genutzt, um Taxifahrten zu buchen. Die Maßnahme richte sich daher gegen das in den Niederlanden registrierte Unternehmen MLU, das hinter den Yango-Ablegern in Finnland und Norwegen stehe, teilte die Behörde am Freitag mit . Die Firma soll nun eine Strafe in Höhe von 100 Millionen Euro zahlen.
Das Unternehmen kündigte an, gegen die Entscheidung in Berufung gehen zu wollen. MLU habe während des gesamten Verfahrens transparent mit der Behörde zusammengearbeitet und sei enttäuscht, dass die Entscheidung weder die Fakten noch das geltende Recht vollständig widerspiegele, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. MLU erklärte zudem, dass die App seit 2025 nicht mehr in den beiden nordischen Ländern aktiv sei.
Yango ist hauptsächlich in Afrika, Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und europäischen Nicht-EU-Ländern tätig. Zwar ist die App auch im deutschen App Store erhältlich und unterstützt 29 Sprachen, darunter Amharisch, Kasachisch und Chinesisch, eine deutschsprachige Version gibt es jedoch nicht. Das Unternehmen ist aus einer niederländischen Holding des russischen IT-Giganten Yandex hervorgegangen und agiert jetzt als eigenständiges Unternehmen von Dubai aus.








