Ein Passant vor der Börse in New York City

Der Irankrieg hat die Inflation in den USA angeheizt: Die Teuerungsrate stieg im April im Jahresvergleich um 3,8 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Mai 2023.

Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg der Rate auf 3,7 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum März legten die Verbraucherpreise insgesamt um 0,6 Prozent zu. Dies war so von Experten erwartet worden.

Die Preisentwicklung wird von den im Zuge des Irankriegs deutlich gestiegenen Energiepreisen getrieben . Diese legten um 17,9 Prozent im Jahresvergleich zu. Die Benzinpreise stiegen gar um 29,2 Prozent.

Deswegen soll das Ende der steigenden Teuerungsrate noch nicht erreicht sein. »Wir erwarten, dass die Gesamtinflationsrate im Mai auf über vier Prozent steigt«, kommentierte Christoph Balz, USA-Experte bei der Commerzbank. »Unter der Annahme, dass sich dann die Lage im Nahen Osten entspannt und der Ölpreis wieder auf 80 Dollar fällt, sollte die Inflation im zweiten Halbjahr wieder nachlassen.«