Teurer Sprit: Preistreiber Nummer eins blieb Energie

Steigende Ölpreise infolge des Iran-Kriegs haben die ​deutsche Inflation im April auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren getrieben. Waren und Dienstleistungen kosteten 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am ‌Dienstag eine frühere Schätzung bestätigte. Das ist der stärkste Anstieg seit Januar 2024. „Besonders der anhaltende Preisdruck bei Kraftstoffen ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich spürbar“, sagte die Präsidentin des Statistikamtes, Ruth Brand (59). Bereits im März war die Teuerungsrate kriegsbedingt auf 2,7 Prozent nach oben geschnellt, nachdem sie im Februar noch bei 1,9 Prozent gelegen hatte.

Preistreiber Nummer eins blieb Energie: Sie verteuerte sich im April um 10,1 Prozent zum Vorjahresmonat (März: +7,2 Prozent). „Diese Preisanstiege sind maßgeblich auf die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten ​und die dadurch ausgelöste Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt zurückzuführen“, erklärten die Statistiker. Wegen der Blockade der Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs ⁠abgewickelt wird, sind ⁠die Weltmarktpreise gestiegen.