Proteste beim DGB-Kongress 2026: Auf der Bühne streiten, im Hinterzimmer kungeln
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Wenn Politiker zu den Verbandstagen von Gewerkschaften oder Arbeitgebern reisen, ist ein Lob der Sozialpartnerschaft Pflicht, so auch beim DGB-Bundeskongress diese Woche in Berlin. SPD-Chef Lars Klingbeil würdigte den »Zusammenhalt« der Tarifparteien, der schon immer »die Antwort für schwere Zeiten« gegeben habe. Arbeitsministerin Bärbel Bas pries die »gelebte Sozialpartnerschaft«. Und Kanzler Friedrich Merz sprach von der »Kultur des Miteinanders«, die in der Republik »so erfolgreich« praktiziert worden sei.
Michael Sauga wurde 1959 in Goslar am Harz geboren, studierte Volkswirtschaft in Köln und besuchte die dortige Journalistenschule. Nach Stationen bei »Wirtschaftswoche« und »Focus« rund 25 Jahre in verschiedenen Funktionen beim SPIEGEL tätig, unter anderem als Leiter des Hauptstadtbüros und Autor für Wirtschaft und Politik in Brüssel.
Das sind schöne Floskeln, mit der Realität haben sie wenig zu tun. Konstruktiv gehen Arbeitgeber und Gewerkschaften noch immer in vielen Betrieben miteinander um. Wenn es aber um die großen Fragen der Sozial-, Steuer- oder Arbeitsmarktpolitik geht, sind die Sozialpartner auf verschiedenen Planeten unterwegs, die sich auch noch mit Lichtgeschwindigkeit voneinander fortbewegen.










