Olivia Jones, 56, Travestie-Künstlerin, fühlte sich wegen ihrer Identität von der eigenen Mutter verstoßen. „Sie ist nicht mehr mit mir zusammen auf die Straße gegangen“, sagte sie Bild. „Wenn sie mich von der Schule abgeholt hat, hat sie weiter weg geparkt, damit sie keiner sieht.“ Schon in der Schulzeit hatte Jones erste Auftritte als Travestie-Künstlerin, bis sie mit 18 ausgezogen sei und ihre Karriere auf der Hamburger Reeperbahn begann. „Meine Mutter hat in ihrer Verzweiflung gesagt, dass Leute, die Travestie machen, aus Sicht der Gesellschaft Abschaum seien. Das hat mich sehr verletzt.“ Sieben Jahre lang hätten sie und ihre Mutter nur sporadisch telefonischen Kontakt gehabt. Inzwischen seien wieder versöhnt.
Dean Mouhtaropoulos
Ralf Schumacher, 50, Ex-Formel-1-Fahrer, bekam laut eigener Aussage nur positive Reaktionen für das gemeinsame Coming-out mit Étienne Bousquet-Cassagne, 36. „Schön waren viele einzelne Begegnungen, wo sich Menschen bedankt haben.“, sagte er im Interview mit der Agentur „teleschau“, aus dem unter anderem die Zeitschrift Gala zitiert. Männer hätten ihm offenbart, nun endlich mutig genug zu sein, sich ebenfalls zu outen. Schumacher sagte weiter: „Wir leben aber natürlich auch an Orten, wo die Leute wahrscheinlich auch ein bisschen weltoffener sind. Ich glaube, deshalb kommt uns da nur Positives entgegen.“ Der Grund für das Coming-out seien ihm zufolge aber nicht die erhofften positiven Reaktionen gewesen. „Das war nie mein Wunsch“, sagte er. „Ich wollte es ursprünglich ganz ‚egoistisch‘ für uns beide machen“.






