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nders wollte Bryson DeChambeau immer schon sein, man muss nur zurückdenken an seine Kopfbedeckung. 2016, als er im Alter von 22 Jahren seine ersten Auftritte auf der großen Bühne hinlegte, trug DeChambeau eine Schiebermütze. Wie ein Golfer aus der Vergangenheit wirkte der Kalifornier, weil er sich mit seiner unorthodoxen Kopfbedeckung optisch an den 1920er-Jahren orientierte und am legendären Ben Hogan, dessen Markenzeichen die Mütze einst war. Gleichzeitig war DeChambeau aber auch ein Golfer aus der Zukunft, mit seinem kuriosen Ansatz, dass alle seine Schläger gleich lang sind, was er auf mathematische und physikalische Erkenntnisse stützte.
„The Scientist“ nannte man den auf den Grüns stets rechnenden DeChambeau mit seiner Schiebermütze damals, zu Beginn seiner Karriere. Dann, in Covid-Zeiten, als er in Fitnessstudios eine weitere, neue Herangehensweise entdeckte und Muskelmasse aufbaute, wurde er nicht mehr mit Ben, sondern mit dem Wrestler Hulk Hogan verglichen. Auch das aber änderte in einer Hinsicht nichts: Allzu viel Zuneigung bekam DeChambeau für sein Dasein nie in seiner eigentümlich traditionellen Sportart. Das Publikum betrachtete ihn eher als etwas wunderlichen Einzelgänger, bei Turnieren machten sich Zuschauer immer wieder über ihn lustig.







