PfadnavigationHomeSportFitnessDeutscher Extremläufer Saatçi„Von einer Minute auf die andere bekommst du von den Gegebenheiten eine Backpfeife“Stand: 13.05.2026Lesedauer: 3 MinutenMehr als fünf Tage hat es am Ende gedauert: Der Berliner Läufer Arda Saatçi ist nach mehr als 600 Kilometern und 123 Stunden und 21 Minuten in seinem Ziel im US-Bundesstaat Kalifornien angekommen.Sein Ziel verfehlt der deutsche Extremsportler Arda Saatçi deutlich. Aber darum geht es auf dem Weg und am Ende nicht. Der Berliner nimmt eine Menge mit aus seinem 600-Kilometer-Lauf – unter anderem die eigene Schmerzresilienz. WELT gab er kurz danach Antworten.Am Ende seines kräftezehrenden Laufs freute er sich vor allem auf seine Mutter, die ihn im Ziel in Santa Monica in die Arme schloss. Und auf ein Eis. Arda Saatçi ist angekommen – nach 600 Kilometern in 123 Stunden und 21 Minuten. Das Vorhaben, die Strecke vom Badwater Basin durch das Death Valley nach Los Angeles bis hin zum Santa Monica Pier in 96 Stunden zu bewältigen, hat der deutsche Extremsportler zwar verfehlt, aber Aufgeben war keine Option für ihn. Stattdessen passte er sein Ziel an: Es ging nicht mehr um die Zeit, sondern ums Durchkämpfen. Dennoch und auch gerade deswegen nimmt er eine Menge mit aus dem Versuch. Im Gespräch mit WELT gibt Saatçi nun Auskunft über……seinen schönsten/epischsten Moment:„Es gab zwei sehr schöne Momente. Einmal den Moment, als ich realisiert habe, dass der letzte Tag angebrochen ist – als ich gemerkt habe: Krass, ich habe wirklich diese ganzen schweren Momente überstanden, und jetzt geht es auf die Zielgerade. Es gibt immer einen Weg, irgendwie weiterzumachen! Und klar, das Eis mit Mama im Ziel, weil Muttertag war.“…den allerletzten Kilometer: „Das war wie in einem Film. Ich hatte komplett Gänsehaut am ganzen Körper und habe versucht, so viel von dieser Energie aufzuschnappen, wie es nur geht.“…das erste Essen und Trinken danach: „Irgendwie habe ich Bock auf ein richtig leckeres Stück Fleisch, weil ich in den letzten Tagen stark darauf verzichtet habe. Ein geiles Steak mit ein bisschen Gemüse und Kartoffeln – und dazu Donuts und Eis.“…die 600 Kilometer im Zeitraffer: Wie hat es sich angefühlt?„Es war – wie die Strecke – ein Rollercoaster. In einem Moment dachte ich, ich fliege, im nächsten habe ich mich gefragt, was ich hier eigentlich gerade mache. Von einer Minute auf die andere bekommst du von den Gegebenheiten gefühlt eine Backpfeife – einfach durch das, was die Strecke abverlangt hat. Es war auch sehr heiß, der Asphalt hat geglüht, doch wir haben uns durchgekämpft. Für mich war klar: Egal, wie lange ich brauchen werde, ich komme ins Ziel. Es gab für mich keine andere Option. Egal, wie krass die Schmerzen werden, ich beiße mich durch.“ Lesen Sie auch…das, was er aus diesem Projekt mitnimmt und gelernt hat:„Dass meine Schmerzresilienz noch viel höher ist, als ich gedacht habe. Und dass sich mein sportlicher Horizont nochmal vervielfacht hat. Dass ich noch mehr nach den Sternen greifen und schauen möchte, wo es noch hingeht.“...die Unterstützung:„Ich fühle mich sehr geehrt. Ich versuche wirklich, so dankbar wie möglich dafür zu sein und jeden Moment zu genießen. Ich konnte sprichwörtlich kaum noch reden – da hat es mir kurz den Stecker gezogen, weil ich so überwältigt war. Damit habe ich gar nicht gerechnet. Ich bin zutiefst dankbar und sehr froh darüber.“
Deutscher Extremläufer Saatçi: „Von einer Minute auf die andere bekommst du von den Gegebenheiten eine Backpfeife“ - WELT
Sein Ziel verfehlt der deutsche Extremsportler Arda Saatçi deutlich. Aber darum geht es auf dem Weg und am Ende nicht. Der Berliner nimmt eine Menge mit aus seinem 600-Kilometer-Lauf – unter anderem die eigene Schmerzresilienz. WELT gab er kurz danach Antworten.














