PfadnavigationHomeSportArda Saatçi„Greift nach den Sternen, auch wenn nicht immer alles perfekt läuft“Stand: 11.05.2026Lesedauer: 3 MinutenMehr als fünf Tage hat es am Ende gedauert: Der Berliner Läufer Arda Saatçi ist nach mehr als 600 Kilometern und 123 Stunden und 21 Minuten in seinem Ziel im US-Bundesstaat Kalifornien angekommen.Auf seinem Extremlauf lief nicht alles wie geplant. Arda Saatçi litt unter Halluzinationen, musste eine Zwangspause einlegen und verfehlte seine Zeit. Doch der Deutsche erreichte am Ende das Ziel. Aufmerksamkeit und Anteilnahme sind groß.Als sein Ziel nicht mehr erreichbar war, hat sich Arda Saatçi dennoch durchgekämpft. Schritt für Schritt, immer weiter und weiter. Dabei beobachtet von Millionen Zuschauern, die seinen Livestream verfolgten. Am Sonntagabend deutscher Zeit war es dann geschafft: Nach 123:21:10 Stunden, in denen er von seinem Start in Badwater Basin 604,6 Kilometer zurückgelegt hatte, erreichte er Santa Monica. „Wir haben es geschafft. So viele Menschen hier, das ist einfach verrückt“, sagte Saatçi, nachdem er seiner Mutter am Santa Monica Pier in die Arme gefallen war. „Danke für die unglaubliche Unterstützung, online und vor Ort. Greift nach den Sternen, auch wenn nicht immer alles perfekt läuft, und vergleicht euch mit niemandem. Am Ende zählt, dass ihr euren eigenen Weg geht. Ich liebe euch, danke für alles.“Dass er sein persönliches Zeitziel von 96 Stunden deutlich verfehlte, hatte ihn zwischenzeitlich enttäuscht. Dass er sein Vorhaben aber durchzog, dass er das Schaffen dieser Ultra-Distanz, das Ankommen als sein neues Ziel setzte, zeigt, worauf es eigentlich ankommt. Disziplin, Durchhaltevermögen, mentale Stärke. Passend zu seinem Credo „You vs. You“. Gestartet war Saatçi am 5. Mai. Ein extremes Laufabenteuer vom Badwater Basin durch das Death Valley bis zum Santa Monica Pier in Los Angeles, jeder Schritt dabei live dokumentiert.Millionen schauten Saatçi online zuDas gesamte Projekt war auch ein Social-Media-Ereignis. Es wurde als Dauersendung im kostenlosen Stream live übertragen, auf mehreren Plattformen wie seinem YouTube-Kanal dokumentiert – und begeisterte Millionen Zuschauer im Internet. Immer mal wieder schalteten sich auch Prominente dazu, darunter Nationalspieler Deniz Undav. Sein Projekt ist auch ein Social-Media-Ereignis. Im Netz wird jede Entwicklung genau verfolgt, diskutiert und bewertet.Lesen Sie auchEin mentaler und körperlicher Kraftakt. Damit kennt sich Saatçi aus. Seine Millionen Follower nimmt er immer wieder mit auf sportliche Extrem-Erfahrungen. 2024 zum Beispiel lief er 3000 Kilometer von Berlin bis New York und dokumentierte das online. 2025 lief er durch Japan – 43 Tage lang mit durchschnittlich zwei Marathons pro Tag. Nun also die gut 600 Kilometer in Kalifornien. Abonnieren Sie den Podcast WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.Lesen Sie auchNach 60 Stunden begann er schließlich zu torkeln, berichtete von Halluzinationen, ein Arzt griff ein. Nach einem Check und einer Pause konnte der Berliner seinen Weg aber fortsetzen. Nicht immer laufend, oft auch gehend. Als klar wurde, dass sein Zeitziel nicht erreichbar war, sagte er: „Egal, wie lange es dauern wird. Ich werde versuchen, es zu Ende zu bringen, und darauf kommt es an.“