PfadnavigationHomeSportWintersportSkispringenGroßer Ärger hinter den Kulissen der VierschanzentourneeVon Kristina EllwangerVeröffentlicht am 08.05.2026Lesedauer: 2 MinutenGarmisch will mehr Geld für das Tournee-Springen Quelle: Bongarts/Getty Images/Martin RoseRund um die Vierschanzentournee der Skispringer tobt ein Finanzstreit. Garmisch fordert mehr Geld, der Verband zögert. Eine Einigung steht aus, im Jahres-Kalender fehlt der Ort bereits.Der Vierschanzentournee droht ein Konflikt mit Folgen. Nach Informationen von „Bild“ gibt es hinter den Kulissen Streit um die Finanzierung des Neujahrsspringens in Garmisch-Partenkirchen.Seit 1953 treten die Skispringer rund um den Jahreswechsel an zwei Stationen in Deutschland – Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen – sowie an zwei Orten in Österreich, Innsbruck und Bischofshofen, gegeneinander an. In der kommenden Saison sollen erstmals auch Skispringerinnen Teil der Tournee sein.Demnach gibt es zwischen dem Deutschen Skiverband (DSV) und dem Austragungsort des Neujahrsspringen Garmisch-Partenkirchen Ärger ums Geld. Garmisch erhält vom DSV jedes Jahr eine niedrige siebenstellige Summe als Ausrichter, muss dafür die Infrastruktur stellen und darf die Zuschauereinnahmen behalten. Der DSV verdient sein Geld vornehmlich über TV-Verträge und Sponsoren. Nach BILD-Infos gab es seit zwanzig Jahren keine signifikanten Zahlungsanpassungen, jetzt soll Garmisch rund 30 Prozent mehr verlangen.Lesen Sie auchEine Einigung gibt es bislang nicht. Im Entwurf des Veranstaltungskalenders für die kommende Saison ist Garmisch-Partenkirchen derzeit nicht als Austragungsort aufgeführt. Sollte der Streit ungelöst bleiben, müsste das Neujahrsspringen womöglich verlegt werden. Denkbar wäre ein zweiter Wettbewerb in Oberstdorf – zum Auftakt und an Neujahr. Eine weitere Option wäre ein neuer Standort, etwa Klingenthal im Vogtland. Das sagen die BeteiligtenHinzu kommt: Der Begriff „Vierschanzentournee“ ist als Marke geschützt. Fällt eine Station weg, dürfte der Wettbewerb nicht mehr unter diesem Namen ausgetragen werden. Doch soweit wird es kaum kommen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Parteien einigen. Michael Maurer, Präsident des Skiclubs Partenkirchen, sagte: „Bitte haben Sie Verständnis, zu laufenden Verhandlungen kann ich mich nicht äußern.“ DSV-Geschäftsführer Stefan Schwarzbach zeigte sich zuversichtlich: „Es sind noch einige rechtliche und inhaltliche Dinge zu klären. Wir gehen davon aus, eine gemeinsame Lösung zu finden.“Bis zum geplanten Auftakt der Tournee am 28. Dezember bleibt noch Zeit.
Skispringen: Großer Ärger hinter den Kulissen der Vierschanzentournee - WELT
Rund um die Vierschanzentournee der Skispringer tobt ein Finanzstreit. Garmisch fordert mehr Geld, der Verband zögert. Eine Einigung steht aus, im Jahres-Kalender fehlt der Ort bereits.







