PfadnavigationHomeSportWintersportSkispringen74. Vierschanzentournee – Sieger, Ergebnisse, Gesamtwertung und mehrVeröffentlicht am 05.01.2026Lesedauer: 8 MinutenDie deutschen Skispringer starten nicht als Topfavoriten in die Tournee. Eine ungewohnte Rolle, die aber auch eine große Chance sein kann, betont Bundestrainer Stefan Horngacher. Die deutschen Hoffnungen liegen auf Philipp Raimund, der sich aber keinen größeren Druck macht.Die Vierschanzentournee ist Mythos, Traditionsveranstaltung, Jahreshighlight – die 74. Auflage gewinnt Topfavorit Domen Prevc. 24 Jahre nach dem Triumph von Sven Hannawald müssen die Deutschen weiter warten. Hier finden Sie die Ergebnisse und alles, was Sie wissen müssen.Die Jagd nach dem Goldenen Adler, der Trophäe für den Gesamtsieger der Vierschanzentournee, hat auch bei der 74. Auflage wieder Zehntausende an die Austragungsorte und Millionen vor die Fernsehbildschirme. Den traditionellen Auftakt bildete der Wettbewerb auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf am 29. Dezember. Danach ging es nach Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. In der vergangenen Saison dominierten Österreichs Skispringer die Vierschanzentournee auf beeindruckende Weise: Dreifachsieg in der Gesamtwertung mit Daniel Tschofenig an der Spitze. Elf der zwölf möglichen Podestplätze bei den vier Einzelspringen gingen an das österreichische Team – die Deutschen sprangen weit hinter den Erwartungen. Lesen Sie auchUnd in diesem Jahr? Als Vierter und damit bester Deutscher des Gesamtweltcups ging Philipp Raimund in die Tournee. Vor ihm zu dem Zeitpunkt: Anze Lanisek aus Slowenien, der Japaner Ryoyu Kobayashi und Tournee-Favorit Domen Prevc (Slowenien). Aus deutscher Sicht hatte vor Weihnachten auch Felix Hoffmann gezeigt, dass er ganz vorn mitspringen kann. Andreas Wellinger und Karl Geiger kämpften hingegen um den Anschluss. Am Ende gewann Domen Prevc zehn Jahre nach seinem Bruder die Vierschanzentournee – und zwar überlegen. Die Deutschen spielten nur Nebenrollen. Die Ergebnisse der vier Wettbewerbe im Einzelnen sowie die Gesamtwertung: Oberstdorf (28./29. Dezember 2025)Die Schattenbergschanze in Oberstdorf ist traditionell Schauplatz des Tournee-Auftakts. Den Schanzenrekord hält dort der Norweger Sigurd Pettersen mit 143,5 Metern, aufgestellt Ende Dezember 2003.Karl Geiger vermasselte den Auftakt der Vierschanzentournee und musste beim ersten Springen in Oberstdorf zuschauen. Der Ex-Weltmeister kam in der Qualifikation nicht über 106,5 Meter hinaus und landete damit auf Rang 53. Philipp Raimund dagegen gelang ein Achtungserfolg – er beendete die Qualifikation auf Platz zwei hinter Prevc. Im Wettkampf dann sprang ein anderer Deutscher auf das Podest. Die Ergebnisse des Springens in Oberstdorf: 1. Domen Prevc (Slowenien) 316,7 Pkt. (141,5 m/140,0 m)2. Daniel Tschofenig (Österreich) 299,2 (132,0/134,0)3. Felix Hoffmann (Suhl) 297,3 (132,5/136,0)5. Jan Hörl (Österreich) 297,1 (136,5/133,0)6. Philipp Raimund (Oberstdorf) 295,6 (136,0/133,0)7. Ryoyu Kobayashi (Japan) 295,0 (133,0/136,0)8. Stephan Embacher (Österreich) 291,2 (131,0/135,5)9. Jonas Schuster (Österreich) 287,7 (138,5/128,5)10. Stefan Kraft (Österreich) 286,4 (133,5/127,5)Lesen Sie auch33. Pius Paschke (Kiefersfelden); 45. Luca Roth (Meßstetten); 49. Andreas Wellinger (Ruhpolding) 102,5 (110,5/-); 50. Constantin Schmid (Oberaudorf).Timi Zajc (Slowenien), eigentlich mit 299,2 Punkten ebenfalls Zweiter, wurde disqualifiziert. Garmisch-Partenkirchen (31. Dezember/1. Januar 2026)Das Neujahrsspringen auf der großen Olympiaschanze Garmisch-Partenkirchens ist Kult – mehr als 20.000 Besucher werden wieder anreisen. Bei der Qualifikation am 31. Dezember verbesserte der Österreicher Stephan Embacher den ein Jahr alten Schanzenrekord seines Landsmannes Michael Hayböck um 50 Zentimeter auf 145,5 Meter. Danach wurde der Anlauf verkürzt. Den Sieg in der Vorausscheidung holte Domen Prevc – ebenso am Tag darauf beim Neujahrsspringen: 1. Domen Prevc (Slowenien) 303,1 Pkt. (143,0 m/141,0 m)2. Jan Hörl (Österreich) 287,7 (141,0/131,5)3. Stephan Embacher (Österreich) 287,1 (134,0/141,5)4. Ren Nikaido (Japan) 284,1 (137,5/138,0)5. Ryoyu Kobayashi (Japan) 277,8 (130,5/141,0)6. Felix Hoffmann (Suhl) 275,9 (134,0/136,0)7. Philipp Raimund (Oberstdorf) 271,0 (134,0/135,0)8. Kacper Tomasiak (Polen) 260,8 (130,5/129,5)9. Daniel Tschofenig (Österreich) 257,4 (132,5/129,0)10. Gregor Deschwanden (Schweiz) 255,1 (132,0/134,0)Lesen Sie auch21. Pius Paschke (Kiefersfelden) 240,1 (126,0/128,5); 32. Andreas Wellinger (Ruhpolding) 111,2 (124,5/-); 33. Karl Geiger (Oberstdorf) 111,0 (122,5/-); 43. Ben Bayer (Pfullingen) 101,3 (120,5/-)Tournee-Gesamtwertung: Stand zur HalbzeitNach den ersten beiden Tournee-Stationen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sieht es in der Gesamtwertung so aus: 1. Domen Prevc (Slowenien) 619,8 Pkt.2. Jan Hörl (Österreich) 584,83. Stephan Embacher (Österreich) 578,34. Felix Hoffmann (Suhl) 573,25. Ryoyu Kobayashi (Japan) 572,86. Philipp Raimund (Oberstdorf) 566,67. Ren Nikaido (Japan) 565,28. Daniel Tschofenig (Österreich) 556,69. Kacper Tomasiak (Polen) 540,510. Anze Lanisek (Slowenien) 539,525. Pius Paschke (Kiefersfelden) 363,9; 39. Andreas Wellinger (Ruhpolding) 213,7; 49. Karl Geiger (Oberstdorf) 111,0; 50. Luca Roth (Meßstetten) 107,2; 54. Ben Bayer (Pfullingen) 101,3; 56. Constantin Schmid (Oberaudorf) 94,6Innsbruck (3./4. Januar 2026)Die Bergisel-Schanze war in den vergangenen Jahren bei der Tournee nicht gerade Schauplatz deutscher Erfolge. Generell verzeiht die Schanze in Innsbruck wenig Fehler und ist sehr windanfällig. In der Geschichte der Tournee hat sie das Klassement schon mehrmals gehörig durcheinandergewirbelt. Einen Vorgeschmack lieferte die Qualifikation am 3. Januar, in der Prevc großes Pech mit den Bedingungen hatte und starken Rückenwind erwischte. Der Slowene landete bei 112 Meter und damit nur auf Platz 30. Als 50. der Qualifikation – bei normalen Bedingungen – schaffte es Wellinger als Letzter gerade noch in den Wettbewerb. Das sind die Ergebnisse des Wettbewerbes von Innsbruck: 1. Ren Nikaido (Japan) 276,5 Pkt. (131,0 m/128,0 m)2. Domen Prevc (Slowenien) 276,0 (129,5/128,0)3. Stephan Embacher (Österreich) 275,8 (130,0/127,5)4. Jan Hörl (Österreich) 269,6 (130,0/126,0)5. Felix Hoffmann (Suhl) 267,2 (126,5/130,5)6. Daniel Tschofenig (Österreich) 255,3 (125,0/128,0)7. Anze Lanisek (Slowenien) 253,6 (127,0/127,0)8. Kacper Tomasiak (Polen) 252,0 (126,0/127,0)9. Jason Colby (USA) 250,9 (128,5/123,5)10. Ryoyu Kobayashi (Japan) 250,7 (124,0/127,0)12. Philipp Raimund (Oberstdorf) 247,4 (126,0/125,0); 28. Pius Paschke (Kiefersfelden) 225,4 (119,5/118,0); 31. Karl Geiger (Oberstdorf) 111,1 (121,0/-); 37. Andreas Wellinger (Ruhpolding) 110,0 (120,0/-)Gesamtwertung nach drei von vier Wettbewerben1. Domen Prevc (Slowenien) 895,8 Pkt.2. Jan Hörl (Österreich) 854,43. Stephan Embacher (Österreich) 854,14. Ren Nikaido (Japan) 841,75. Felix Hoffmann (Suhl) 840,46. Ryoyu Kobayashi (Japan) 823,57. Philipp Raimund (Oberstdorf) 814,08. Daniel Tschofenig (Österreich) 811,99. Anze Lanisek (Slowenien) 793,110. Kacper Tomasiak (Polen) 792,523. Pius Paschke (Kiefersfelden) 589,3; 36. Andreas Wellinger (Ruhpolding) 323,7; 44. Karl Geiger (Oberstdorf) 222,1; 56. Luca Roth (Meßstetten) 107,2; 61. Ben Bayer (Pfullingen) 101,3; 65. Constantin Schmid (Oberaudorf) 94,6Bischofshofen (5./6. Januar 2026)Auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen – am Fuße des Hochkönigs eingebettet in die Natur – hält der Pole Dawid Kubacki den Rekord mit 145 Metern, gesprungen im Jahr 2019. Der weiteste Sprung bei der diesjährigen Qualifikation am 5. Januar gelang Domen Prevc mit 140 Metern, bester Deutscher war als Sechster Philipp Raimund. Und dies sind die Ergebnisse des Wettbewerbes:1. Daniel Tschofenig (Österreich) 303,9 Pkt. (137,0 m/140,5 m)2. Domen Prevc (Slowenien) 299,8 (138,0/138,5)3. Ryoyu Kobayashi (Japan) 299,6 (137,0/138,0)4. Jan Hörl (Österreich) 298,9 (135,5/139,0)5. Stephan Embacher (Österreich) 296,5 (135,0/140,0)6. Stefan Kraft (Österreich) 288,7 (134,0/137,0)7. Manuel Fettner (Österreich) 286,1 (134,5/136,5)8. Ren Nikaido (Japan) 281,8 (132,0/141,0)9. Anze Lanisek (Slowenien) 281,4 (132,5/140,0)10. Felix Hoffmann (Suhl) 279,9 (133,0/137,0)12. Philipp Raimund (Oberstdorf) 275,6 (133,5/129,5); 24. Pius Paschke (Kiefersfelden) 249,1 (125,5/129,5); 35. Andreas Wellinger (Ruhpolding) 113,6 (120,5/-); 45. Karl Geiger (Oberstdorf) 101,6 (115,5/-)Gesamtwertung nach drei von vier Wettbewerben1. Domen Prevc (Slowenien) 1195,6 Pkt.2. Jan Hörl (Österreich) 1153,33. Stephan Embacher (Österreich) 1150,64. Ren Nikaido (Japan) 1123,55. Ryoyu Kobayashi (Japan) 1123,16. Felix Hoffmann (Suhl) 1120,3; 7. Daniel Tschofenig (Österreich) 1115,88. Philipp Raimund (Oberstdorf) 1089,69. Anze Lanisek (Slowenien) 1074,510. Manuel Fettner (Österreich) 1056,5Lesen Sie auch23. Pius Paschke (Kiefersfelden) 838,4; 36. Andreas Wellinger (Ruhpolding) 437,3; 45. Karl Geiger (Oberstdorf) 323,7; 61. Luca Roth (Meßstetten) 107,2; 65. Ben Bayer (Pfullingen) 101,3; 67. Constantin Schmid (Oberaudorf) 94,6K.o.-System und Lucky LoserAnders als bei anderen Weltcups wird bei den vier Wettbewerben der Vierschanzentournee der erste Durchgang im K.o.-System ausgetragen. Die 50 qualifizierten Springer treten in 1:1-Duellen gegeneinander an: der Erste der Qualifikation trifft auf den Letzten, der Zweite auf den Vorletzten und so weiter.In den Finaldurchgang kommen die Sieger der 25 Duelle sowie die fünf punktbesten Verlierer, die sogenannten Lucky Loser. Trophäen und PreisgeldDer Gesamtsieger erhält den prestigeträchtigen goldenen Adler sowie eine Prämie von 100.000 Euro. Bei jedem Wettkampf werden zudem die üblichen Weltcup-Preisgelder des Weltverbandes Fis ausgezahlt; die besten 30 Athleten jedes Wettkampfes erhalten abgestuft nach Platzierung Geld. Ein Qualifikationssieg wird mit 3175 Euro belohnt.Vierschanzentournee 2024/25Das Trio aus Daniel Tschofenig, Jan Hörl und Stefan Kraft machte bei der 73. Vierschanzentournee einen österreichischen Dreifachsieg perfekt. Es war ein Krimi: Mit dem letzten Sprung des finalen Wettbewerbs in Bischofshofen fiel Routinier Kraft im Tages- und Gesamtklassement noch von Rang eins auf drei zurück. Den Goldenen Adler für den Gesamtsieg reckte schließlich der 22 Jahre alte Tschofenig in den Himmel. Lesen Sie auchDie deutschen Skispringer hatten weniger Freude. In der Gesamtwertung belegte Pius Paschke als bester des Teams Rang sechs, Andreas Wellinger wurde elfter, Karl Geiger 17. und Philipp Raimund 22.Die Besten: Janne Ahonen vor Jens WeißflogAls einziger Skispringer gewann der Finne Janne Ahonen fünfmal die Vierschanzentournee (zwischen 1999 und 2008). Ihm folgt Jens Weißflog, der viermal triumphierte – sein letzter Sieg ist fast genau 30 Jahre her (1995/96). Der Norweger Björn Wirkola, der erste deutsche Sieger Helmut Recknagel, der Pole Kamil Stoch sowie der Japaner Ryoyu Kobayashi gewannen jeweils dreimal, wobei Wirkola in den 60er-Jahren dreimal in Folge siegte und zudem zwei zweite und einen dritten Platz erreichte.Lesen Sie auchStoch und Kobayashi machten es Sven Hannawald mit einem Gesamtsieg durch Erfolge auf allen vier Schanzen gleich. Hannawald ist mit seinem Erfolg 2001/02 zudem der bisher letzte deutsche Sieger der Vierschanzentournee.
Vierschanzentournee 2025/26: Zeitplan, Ergebnisse, TV-Übertragung – wann und wo gesprungen wird - WELT
Die Vierschanzentournee ist Mythos, Traditionsveranstaltung, Jahreshighlight – die 74. Auflage gewinnt Topfavorit Domen Prevc. 24 Jahre nach dem Triumph von Sven Hannawald müssen die Deutschen weiter warten. Hier finden Sie die Ergebnisse und alles, was Sie wissen müssen.











