PfadnavigationHomeSportFußballBundesligaFC St. PauliEinigung mit GewerkschaftNovum in der Bundesliga – Erster Klub setzt auf HaustarifvertragVeröffentlicht am 07.05.2026Lesedauer: 2 MinutenDas Millerntor-Stadion des FC St. Pauli. Der Klub setzt auf einen HaustarifvertragQuelle: Marcus Brandt/dpaDer FC St. Pauli geht einen neuen Weg. Für seine Beschäftigten hat der Hamburger Fußball-Bundesligaklub mit einer Gewerkschaft einen Haustarifvertrag vereinbart. Mehrere Bereiche sind allerdings ausgenommen.Der Fußball-Bundesligaklub FC St. Pauli und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben für Beschäftigte des Hamburger Vereins einen Haustarifvertrag vereinbart. Nach Angaben des Verdi-Verhandlungsführers André Kretschmar ist das ein Novum in der Bundesliga. „Wir betreten hier tarifvertragliches Neuland mit dem Potenzial, auch über den FC St. Pauli hinaus Wirkung zu entfalten“, sagte Kretschmar laut einer gemeinsamen Mitteilung des FC St. Pauli und der Gewerkschaft. Es sei ein wichtiges Signal für gute Arbeitsbedingungen und verbindliche Standards im deutschen Fußball. Der Tarifvertrag gilt für Mitarbeitende des Vereins und den verbundenen Gesellschaften in den Bereichen Vermarktung und Merchandising. Ausgenommen von der Vereinbarung sind leitende Angestellte sowie der sportliche Bereich des Profifußballs, das Nachwuchsleistungszentrum und eSports. Der Vorteil eines Haustarifvertrags: Er ermöglicht passgenaue und flexible Arbeitsbedingungen, die speziell auf die Bedürfnisse eines einzelnen Unternehmens und seiner Beschäftigten zugeschnitten sind.Lesen Sie auchDer Vertrag gilt bis zum 30. Juni 2028, die Grundgehälter gelten rückwirkend vom 1. Juni 2025 an. „Der Tarifvertrag sorgt für mehr Transparenz und Verlässlichkeit in zentralen Fragen von Vergütung und Arbeitsbedingungen“, sagte St. Paulis Vizepräsidentin Hanna Obersteller. Kerstin Kock, Mitglied der Verdi-Tarifkommission, sagte: „Dieser Tarifvertrag ist für uns ein wichtiger Schritt, den wir gemeinsam erkämpft haben. Auch wenn nicht alle Bereiche einbezogen sind und wir Kompromisse eingehen mussten, zeigt das Ergebnis: Wenn sich Beschäftigte organisieren, können wir faire und transparente Arbeitsbedingungen erreichen. Dass der FC St. Pauli ein mitgliedergeführter Verein ist, hat diesen Prozess entscheidend ermöglicht. Dafür bedanken wir uns ausdrücklich bei allen Mitgliedern, die uns unterstützt haben.“ Es begann mit einem Mitgliedsantrag vor fünf JahrenAngestoßen war der Vorgang durch einen Mitgliedsantrag 2021. Begleitet wurde der Prozess laut Vereinsangaben unter anderem durch externe arbeitsrechtliche und vergütungsspezifische Beratung. Lesen Sie auchFür Mitarbeitende, die Mitglied von ver.di sind, gilt der Tarifvertrag automatisch, alle anderen Beschäftigten im Geltungsbereich können entscheiden, ob sie dem Vertrag beitreten wollen, heißt es auf der Internetseite des FC St. Pauli. jwo mit dpa