PfadnavigationHomePanoramaKreuzfahrtschiff „Hondius“Mehr Gäste als gedacht verließen Hantavirus-Schiff – Flugbegleiterin mit Symptomen in KlinikVeröffentlicht am 07.05.2026Lesedauer: 3 MinutenAuf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ist die Anden‑Variante des Hantavirus ausgebrochen. Eine symptomfreie Deutsche wurde bereits nach Düsseldorf gebracht und wird nun überwacht. Arzt und Medizinjournalist Christoph Specht beruhigt: Eine Ausbreitung in Deutschland gilt als sehr unwahrscheinlich.Eine mittlerweile im Zusammenhang mit dem Hantavirus gestorbene Frau musste ein Flugzeug kurz vor Abflug verlassen – nun zeigt auch eine Stewardess Symptome. Zudem gibt es neue Informationen über einen vergangenen Stopp des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“.Bei einem Stopp des vom tödlichen Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ auf St. Helena sind nach Angaben des Betreibers 29 Passagiere von Bord gegangen. Die Gäste hätten die „Hondius“ auf der abgelegenen Insel im Südatlantik am 24. April verlassen – also fast zwei Wochen nach dem ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Ausbruch, teilte das Unternehmen Oceanwide Expeditions am Donnerstag mit.Diese Passagiere seien von Bord gegangen, um in ihre Heimatländer zurückzukehren. Sie stammten aus mindestens zwölf verschiedenen Staaten, hieß es. Die Herkunft zweier Personen sei derzeit unklar. Der Veranstalter hat nach eigenen Angaben alle Passagiere informiert.Das niederländische Außenministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass etwa 40 Passagiere die „Hondius“ auf St. Helena verlassen hätten. Die Behörden suchen nun weltweit nach Kontaktpersonen. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Das Schiff fährt unter niederländischer Flagge. Daher ist auch das Land für die Lage an Bord zuständig.Drei Menschen starben bislang, darunter ein Deutscher und ein niederländisches Ehepaar. Bei acht weiteren Personen besteht der Verdacht, dass sie sich mit dem Virus infiziert haben, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte.Unter den Gästen, die auf St. Helena von Bord gegangen sind, war die Frau eines Mannes aus den Niederlanden, der nach Angaben des Betreibers an Bord der „Hondius“ starb. Es handelte sich bei ihm um den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Die Frau wurde dann nach Südafrika ausgeflogen und starb, nachdem sie auf dem Flughafen von Johannesburg kollabiert war. Lesen Sie auchBisher war nicht bekannt gewesen, dass neben der Niederländerin auch andere Personen bei dem Stopp der „Hondius“ auf St. Helena, einem britischen Überseegebiet, das Kreuzfahrtschiff verlassen hatten. Wo die anderen Passagiere sich nun aufhalten, ist unklar. Lesen Sie auchDie 69-jährige, nun tote Niederländerin wollte von Johannesburg mit einem Flugzeug nach Amsterdam zurückfliegen. Doch angesichts ihres schlechten Gesundheitszustandes hatte die Crew nach einem Bericht der KLM entschieden, sie nicht mitzunehmen. Die Frau musste demnach das Flugzeug verlassen. Stewardess nach Kontakt mit Infizierter im KrankenhausInzwischen ist eine Flugbegleiterin, die im direkten Kontakt mit der Frau stand, mit Krankheitssymptomen in ein Krankenhaus in Amsterdam eingeliefert worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Den Haag mit. Die Frau habe leichte Symptome und befinde sich in Isolation. Sie werde nun auf das Hantavirus getestet.Die niederländischen Behörden haben Kontakt zu allen Passagieren an Bord der KLM-Maschine aufgenommen. Sie werden den Angaben zufolge regelmäßig kontrolliert.Am Mittwoch wurde zudem bekannt, dass ein Schweizer, der ebenfalls auf St. Helena von Bord ging und in seine Heimat flog, dort positiv auf das Hantavirus getestet wurde. Nachgewiesen wurde das Virus auch bei einem Briten, der vom Schiff evakuiert und von der Insel Ascension nach Südafrika gebracht wurde.Über Tage hinweg lag die „Hondius“ vor der Küste von Kap Verde und hat inzwischen Kurs auf die Kanaren genommen. Drei Passagiere wurden in die Niederlande geflogen, darunter der britische Schiffsarzt und eine Deutsche, die nach ihrer Ankunft mit einem Transportkonvoi zur vorsorglichen Untersuchung in das Uniklinikum Düsseldorf gebracht wurde. Sie hat keine Krankheitssymptome, stand aber in engem Kontakt zu der deutschen Frau, die am 2. Mai an Bord des Schiffes gestorben war.Hinweis: Der Text wurde um die Angaben des Kreuzfahrtschiff-Betreibers aktualisiert.AP/dpa/lay