PfadnavigationHomeSportFußballBundesligaFC Bayern MünchenArtikeltyp:MeinungAus gegen PSGAuch ohne Finale war es eine große Saison der Bayern in der Champions LeagueVeröffentlicht am 07.05.2026Lesedauer: 3 MinutenDie Münchner kamen nach dem 4:5-Wahnsinn in Paris auch im Halbfinal-Rückspiel in der heimischen Allianz Arena nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Der späte Treffer von Harry Kane (90.+4 Minute) reichte nicht mehr zur Verlängerung.Der FC Bayern muss seinen Traum vom Triple begraben. Der Ärger über den Schiedsrichter nach dem Aus gegen PSG ist verständlich. Allerdings fehlte den Münchnern mehr als nur der richtige Pfiff.Aus der Traum: Der FC Bayern ist verdient aus der Champions League ausgeschieden. Im zweiten Halbfinale gegen Paris St. Germain erspielten sich die Münchner zu wenige Torchancen, die Franzosen agierten sehr clever und waren in dieser Partie effizienter. Mit dem dritten Triple in der Klubhistorie wird es in dieser Saison nichts mehr für die Bayern. Eine große Chance ist dahin.Beim 1:1 (0:1) gegen Paris fehlten am Mittwochabend in entscheidenden Situationen Präzision und etwas Glück. Der Schiedsrichter João Pinheiro aus Portugal hätte dem Pariser Profi Nuno Mendes die Gelb-Rote Karte zeigen müssen. In Überzahl wäre das Spiel möglicherweise anders verlaufen. Hinzu kommen die Diskussionen um einen möglichen Handelfmeter, die wieder einmal zeigen, wie undurchsichtig die Handregeln vielen Experten und Fans vorkommen.Der Ärger der Bayern ist verständlich. Doch sich einzig auf diese Szenen zu fokussieren, wäre falsch. Viele Spieler der Münchner kamen nicht an das (enorm hohe) Leistungsniveau aus dem Hinspiel heran. Es war nicht der Abend der Bayern. Über 180 Minuten war PSG das etwas bessere, schnellere und präzisere Team – ein Champion eben. Paris zeigte den Bayern unter dem Strich, wie man Spektakel-Fußball erfolgreich spielt.Trotz des verpassten Finales war es eine große Saison der Bayern in der Königsklasse. In der Hauptrunde verloren sie lediglich ein Spiel. Bereits beim 2:1 gegen PSG in der ersten Saisonphase begeisterten beide Mannschaften Fans und Experten. Das 4:5 vor einer Woche war eines der besten Spiele in der Historie des Wettbewerbs. Und auch im Viertelfinale gegen Real Madrid lieferten die Münchner eine starke Leistung.In den vergangenen Wochen machten die Bayern immer wieder Werbung für den Fußball. Die Meisterschaft haben sie bereits sicher, mit einem Sieg im Endspiel des DFB-Pokals am 23. Mai gegen den VfB Stuttgart können sie das Double gewinnen.Lesen Sie auchDie Bayern haben es unter die Top vier Europas geschafft, erstmals seit sechs Jahren stehen sie im DFB-Pokal-Finale. Mit Michael Olise, Harry Kane, Jamal Musiala und Luis Díaz haben sie Offensivstars, die auch in der nächsten Saison der Champions League prägen können. Zudem Jungstar Lennart Karl, der sich bis dahin weiterentwickeln dürfte. Und Serge Gnabry, der aktuell fehlt.Die Bayern haben den deutschen Fußball in dieser internationalen Spielzeit sehr würdig vertreten. Der Klub bleibt die Lokomotive der Bundesliga, alle anderen deutschen Vertreter sind längst ausgeschieden. Vor allem aber waren die Münchner eine Einheit, eine echte Mannschaft. Sie spielten in dieser Champions-League-Saison nicht nur Fußball – sie boten Spektakel. Mit Trainer Vincent Kompany als Architekt des Erfolges.Die Bayern sind in dieser Saison wohl so vielen Menschen sympathisch wie lange nicht mehr. Das zeigen auch die enorm gestiegenen Zahlen in den sozialen Medien, die Streamingzahlen und das verstärkte Interesse im Ausland an dem Klub. Die globale Wahrnehmung des Klubs hat sich verändert. Wie die Mannschaft mit Rückschlägen umging und wie sie ihrem Stil treu blieb, beeindruckte zu Recht sehr viele Menschen.Finale am 30. Mai zwischen PSG und FC ArsenalDass das Finale der Champions League am 30. Mai in Budapest ohne sie gespielt wird, schmerzt die Bayern enorm. Dort trifft PSG nun auf den FC Arsenal. Der Klub aus München kann dennoch stolz auf diese Spielzeit in der Champions League sein.Julien Wolff ist Redakteur im Sportkompetenzcenter. Er berichtet für WELT seit vielen Jahren über den FC Bayern, die Nationalmannschaft sowie über Fitness-Themen. Beim Rückspiel gegen Paris saß er auf der Pressetribüne des Münchner Stadions.
Aus gegen PSG: Auch ohne Finale war es eine große Saison der Bayern in der Champions League - WELT
Der FC Bayern muss seinen Traum vom Triple begraben. Der Ärger über den Schiedsrichter nach dem Aus gegen PSG ist verständlich. Allerdings fehlte den Münchnern mehr als nur der richtige Pfiff.











