Mit dem D19 zeigt Leapmotor, wie schnell sich die Kräfteverhältnisse verschieben und wie schnell das Adoptivkind aus China im Familienranking der Stellantis-Sippe klettertQuelle: LeapmotorDie Zeiten, in denen sich die Chinesen nach deutschen Autos gesehnt haben, sind lange vorbei. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, schüren sie jetzt sogar umgekehrt sie Sehnsucht. Diese fünf Entdeckungen auf der Motorshow in Peking jedenfalls hätten wir lieber heute als morgen. SP-X/Peking. Die Zeiten, in denen chinesische Kunden sehnsüchtig auf deutsche Premiumware geschaut haben, sind – davon können die früher so erfolgsverwöhnten Manager aus Stuttgart, Wolfsburg, Ingolstadt oder München ein trauriges Lied singen, endgültig vorbei. Mehr noch: Die Blickrichtung hat sich gedreht. Heute ist es der Westen, der neugierig – und mit wachsender Begehrlichkeit – nach Osten schaut. Klar gibt es jenseits der großen Mauer noch immer viele Lachnummern, krude Kopien oder anderweitige Irrungen und Wirrungen. Aber viele Autos aus China wirken plötzlich wie frischer Wind in einem Markt, der sich allzu lange im Kreis gedreht hat. Und nirgends wird das so deutlich wie auf der Autoshow in Peking.
Dort zeigen die Hersteller aus China nicht mehr nur aufholende Technik, sondern Selbstbewusstsein. Ihre Modelle sind eigenständig, oft mutig gezeichnet, manchmal sogar provokant. Sie spielen nicht länger zweite Geige, sondern setzen eigene Trends. Das Design wirkt experimentierfreudiger, die Innenräume digitaler gedacht, die Bedienung konsequent auf eine Generation zugeschnitten, die mit dem Smartphone groß geworden ist, und weil Fahren im Dauerstau der Städte oder auf der strikt limitierten Autobahn ohnehin keinen Spaß macht, sind sie auch mit dem Autopiloten weiter als wir.







