PfadnavigationHomePanoramaJugendhilfswerk in Berlin„Schüler werden dazu gedrängt, zum Islam zu konvertieren“, warnt der „Arche“-SprecherVeröffentlicht am 28.04.2026Lesedauer: 3 MinutenWolfgang Büscher, Chef der Berliner „Arche“, warnt vor der wachsenden Gefahr durch Mobbing an Schulen durch muslimische Schüler, die vom politischen Islam missbraucht würden.Eine Berliner Studie soll Konflikte und Gewalt an Schulen untersuchen. „Arche“-Sprecher Wolfgang Büscher zweifelt schon jetzt an der Aussagekraft der Untersuchung. Er berichtet von den Erfahrungen seiner Mitarbeiter.Der Sprecher des evangelischen Kinder- und Jugendwerks „Arche“, Wolfgang Büscher, hat in einem Interview mit dem Portal „Focus Online“ vor religiös motiviertem Mobbing an Schulen gewarnt und Zweifel an einer laufenden Berliner Untersuchung zu dem Themenfeld geäußert.„Ich will die Gesellschaft warnen: Der Druck, den der politische Islam über Kinder muslimischen Glaubens an unseren Schulen auf Mitschüler ausübt, wird immer größer“, sagte Büscher. „Wenn die Politik jetzt nicht einschreitet, könnten wir das in ein paar Jahren bitter bereuen.“Nach Angaben Büschers berichteten Mitarbeiter aus „Arche“-Einrichtungen zunehmend von problematischen Entwicklungen. „Da wachsen kleine Hardcore-Muslime, Mini-Islamisten heran“, sagte er. Die Politik habe bislang „noch keine effektiven Mittel gegen diese Entwicklung gefunden“.Kritik an Berliner BefragungKritisch äußerte sich Büscher zur vom Berliner Senat in Auftrag gegebenen Studie, die bis Mitte 2026 Gewalt- und Konflikterfahrungen an rund 450 Schulen untersuchen soll. „Es wäre wesentlich effektiver gewesen, die Befragung auf Brennpunktschulen zu konzentrieren“, sagte Büscher „Focus Online“. Weil Erkenntnisse aus 450 Schulen in die Studie einflössen, verliere das Ergebnis „an Aussagekraft“ und werde „verwässert“, so seine Kritik.Lesen Sie auchDie Studie „Berliner Gewalt- und Konfliktbarometer“ soll wissenschaftlich untersuchen, ob und in welcher Form Schüler von Gewalt, Ausgrenzung oder religiös begründeten Konflikten betroffen sind.Lesen Sie auchDie Ergebnisse der Studie sollen Mitte 2026 vorgestellt werden. Dazu befragt das Institut für Demoskopie Allensbach Sechst-, Neunt- und Zwölftklässler an 450 Schulen. Die wissenschaftliche Begleitung liegt bei den Universitäten Bielefeld und Wuppertal, den Auftrag gab Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU).2021 hatte Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel (SPD) vergeblich einen Versuch gestartet, eine Anlauf- und Dokumentationsstelle für religiös begründetes Mobbing zu schaffen. Kritiker bemängelten damals, dass das Projekt vor allem Schüler muslimischen Glaubens im Blick habe. Dadurch würden bereits weitverbreitete antimuslimische Einstellungen gestärkt und antimuslimischer Rassismus gefördert. Für Schlagzeilen sorgte 2025 der Fall eines homosexuellen Lehrers an einer Grundschule in Berlin-Moabit. Er berichtete von monatelangem Mobbing. Muslimische Schüler hätten über ihn gesagt, er sei eine „Familienschande“ und er werde „in der Hölle landen“.Büscher berichtet von Druck bis hin zu KonversionsvorwürfenBüscher schilderte im Interview auch Fälle religiösen Drucks unter Schülern. Mitarbeiter berichteten ihm, dass Schüler „ausgegrenzt, bedrängt, eingeschüchtert und zum Teil sogar dazu gedrängt werden, zum Islam zu konvertieren“, sagte er. Büscher äußerte Zweifel, ob aus möglichen Studienergebnissen politische Konsequenzen folgen würden. „Egal, was die Studie bringt – am Ende wird Mut für Änderungen fehlen“, sagte er „Focus Online“. Ohne Entlastung besonders belasteter Schulen werde man das Problem nicht lösen können.Grundsätzlich verband er seine Kritik mit einer Warnung vor unterschätzten extremistischen Einflüssen. „Der Extremismus des politischen Islam könnte sich in ein paar Jahren zu einem viel größeren Problem entwickeln, sollte jetzt nicht gegengesteuert werden“, sagte Büscher.DW