PfadnavigationHomePanoramaStiftung WarentestSchadstoffbelastung in 40 Reissorten – Bioreis schneidet kaum besser abVeröffentlicht am 28.04.2026Lesedauer: 2 MinutenMetalle, Schimmelpilze, Pestizide: Nur jede zehnte Reispackung bewertet die Stiftung Warentest mit „gut“Quelle: Julian Hilgers/dpa-tmnReis gehört weltweit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln – doch er enthält oft Arsen. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt: Auch Bio-Produkte schneiden nicht wesentlich besser ab. Verbraucher können aber gegensteuern.Die Stiftung Warentest hat 40 Reisprodukte der Sorten Basmati, Jasmin, Parboiled, Vollkorn und Rundkorn auf Schadstoffe untersucht und ein ernüchterndes Fazit gezogen. Nur vier der gestesteten Produkte erhielten die Note Gut, wie die Stiftung am Dienstag mitteilte. Sie begründete das schlechte Abschneiden der meisten Produkte mit erhöhten Gehalten an Arsen und Kadmium. Demnach sind Bio- oder Vollkornprodukte nicht automatisch schadstoffärmer.Zwar überschritt im Test keines von 40 Produkten die offiziellen Grenzwerte. Aber die Stiftung schaute nach Abstufungen und fand deutliche Unterschiede, wie viel etwa an Metallen, Schimmelpilzen oder Pestiziden in den kleinen Körnern unterschiedlichster Anbieter steckte.„Wer glaubt, mit Bio-Reis oder Vollkornreis automatisch die schadstoffärmere Wahl zu treffen, liegt leider falsch“, erklärte die Stiftung-Warentest-Expertin Sara Waldau. Kritische Stoffe wie Schwermetalle gelangen laut Stiftung unabhängig von der Anbaumethode über Böden und Wasser ins Korn.Die Warentester untersuchten bei ihrem Schadstoff-Check die Reisprodukte nach eigenen Angaben in einem unabhängigen Labor auf sechs Schadstoffgruppen: Schwermetalle wie Arsen, Kadmium, Blei und Nickel, dazu Pflanzenschutzmittel, Mineralölbestandteile, Chlorat/Perchlorat, Schimmelpilzgifte und Ethylenoxid.Lesen Sie auchLediglich jede zehnte Reispackung erreicht die zweitbeste Note „Gut“. Die „guten“ Testsieger sind: „K-Classic Langkorn Parboiled Reis“ von Kaufland (Note 2,3) „Vollkorn Bio Jasmin Reis“ von Reishunger (2,3) „Pure Original Basmati“ von Tilda (2,4) „Basmati“ von Akash (2,5).Acht Produkte sind aufgrund der Schadstoffhöhe nur „ausreichend“, drei von ihnen tragen ein Bio-Logo. Alle anderen liegen als „befriedigend“ in der Mitte.So lässt sich die Belastung reduzierenWas das Arsen angeht, das sich in Reis nicht komplett vermeiden lässt, schneidet Basmatireis insgesamt noch am besten ab.Lesen Sie auchBei der Zubereitung lässt sich der Schwermetallgehalt im Reis reduzieren. Roher Reis sollte vor dem Kochen gewaschen werden, am besten so lange, bis das Wasser klar bleibt. Zum anderen kann man Reis mit viel Wasser kochen, das man hinterher abgießt. Laut einer Studie sinke damit der Arsengehalt in Vollkornreis um 54 Prozent, in weißem Reis um 73 Prozent, heißt es von der Stiftung Warentest.Die Experten raten dazu, Reis nicht täglich zu essen, sondern nur ein- bis zweimal pro Woche. Das nützt auch der Umwelt, denn Reis hat im Vergleich zu heimischen, stärkehaltigen Beilagen wie Dinkel oder Grünkern einen hohen CO2-Fußabdruck.AFP/dpa/ceb