PfadnavigationHomeRegionalesHamburgKonzertMitten ins HerzVeröffentlicht am 25.04.2026Lesedauer: 3 MinutenKiefer Sutherland beim Konzert in der Großen Freiheit 36Quelle: Bertold Fabricius/BERTOLD FABRICIUSKiefer Sutherland und Band begeisterten im Rahmen ihrer Europa-Tour „Love Will Bring You Home“ zum Auftakt in Deutschland mit einem rundum gelungenen Konzert in der Großen Freiheit 36 und stellten erste Songs aus dem neuen Album „Grey“ vor, das im Frühjahr erscheint.Am Freitagabend passte in der gut gefüllten Großen Freiheit 36 auf dem Kiez an der Reeperbahn einfach alles: Kiefer Sutherland und vierköpfige Band spielten mit sichtlichem Vergnügen, einander auf der Bühne wie dem Publikum respektvoll begegnend, ein rundes Americana-Programm.Sutherland braucht keine große BühnenshowDas begeisterte Publikum wurde musikalisch auf Händen durch den Abend getragen. Die höchst heterogene Crowd – vom Cowboy mit Hut bis zum Buchhalter mit Ärmelschoner war für jeden Platz – erlebte beim Deutschland-Start der „Love Will Bring You Home“-Tour einen sympathischen Hollywood-Star, der als Musiker, singend und Gitarre spielend, völlig geerdet wirkt und keine großen Reden schwingt. Mal eine kurze Anmoderation und weiter geht’s. Sutherland und Band brauchen keine große Bühnenshow. Ein wenig buntes Licht, eine vorzügliche Anlage und seine leicht angeraute, gefühlvolle Singstimme reichen für guten Sound und den Spaß, den die Musiker in den anderthalb Stunden des Events miteinander haben und der sich überträgt. Pedal-Steel-Gitarrist Chris Hillman, der auch die Flying V und andere E-Gitarren meisterhaft bedient, der rhythmisch und in Soli glänzt, gefällt als Teamplayer, der bestens auf seine Mitstreiter eingestellt ist. Die Band kam aus Skandinavien eingespielt in die Hansestadt und wirkte harmonisch.Roger Innes als treibende Kraft am BassWährend des Konzertes erweist sich gleich nach dem Auftakt mit „She’ll never let me go“ der virtuose Bassist Roger Innes nicht nur als Fundament, sondern auch als treibende Kraft des Quintetts, das sogar den Drummer und den zweiten Gitarristen dominiert. Neben älteren Hits und einigen Cover-Versionen präsentiert die Gruppe ihre Fassung des Genres Americana, mit Folk, Country und Rock-and-Roll-Elementen – in einer ausgewogenen Mischung von Balladen und Rock. Aus seinem neuen Album „Grey“, das in Kürze erscheinen soll, stellte Sutherland unter anderem die starke Ballade „Come back down“ sowie „American Farmer“ vor, einen Solidaritätssong für hart arbeitende Bauern mit kleinen Anbauflächen. Daneben erklang der potenzielle Hit „Goodbye California“. Letzterer ist wie „Simpler Time“ als Single-Auskopplung bereits vor dem vierten Studio-Album erschienen, das insgesamt zehn Songs präsentiert. „Love Will Bring You Home“ gibt es nur live„Love Will Bring You Home“, der Titelsong der Tour, ist in „Grey“ noch nicht enthalten. Da es keine Studio-Aufnahme gibt, ist er vorläufig nur in den Live-Konzerten zu hören. Ältere Hits waren unter anderem „Down in a Hole“, der Titelsong des Debütalbums von 2016 und „Chasing the Rain“ von 2022. In einer Zugabe überzeugte Sutherland mit seiner konzentrierten Version des Phil-Collins-Hits „In The Air Tonight“. Als Vorsänger überzeugte der offenbar an Simon & Garfunkel, den Beatles und anderen Helden der 60er- und 70er-Jahre ebenso wie am Folk seiner irischen Heimat orientierte Singer-Songwriter Collin Andrew, der im Shirt des FC St. Pauli in der Großen Freiheit gut ankam. Termine: 26. April: Berlin, Metropol; 2. Mai: München, Kesselhaus; 9. Mai: Köln: Live Music Hall