PfadnavigationHomeRegionalesHamburgJubiläumElbphilharmonie lässt es zum zehnten Geburtstag krachen – mit vielen PaukenschlägenVeröffentlicht am 23.04.2026Lesedauer: 4 MinutenChristoph Lieben-Seutter (l.), Intendant der Elbphilharmonie, stellte gemeinsam mit Alan Gilbert, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, Höhepunkte der Jubiläumssaison vorQuelle: Christian Charisius/dpaMeute, Thomas Hengelbrock und Sasha Waltz kehren zum Jubiläum in die Elbphilharmonie zurück, die am 11. Januar 2017 eröffnet wurde. Auch nach zehn Jahren stimmt die Auslastung im Konzerthaus, das sich zu einem Wahrzeichen Hamburgs entwickelt hat.Die Elbphilharmonie feiert ihre elfte Saison, in die am 11. Januar ihr zehnter Geburtstag fällt, mit einem vielfältigen, qualitativ hochwertigen Programm. Intendant Christoph Lieben-Seutter stellte jetzt die Spielzeit gemeinsam mit Alan Gilbert vor, dem Chefdirigenten des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Gilbert betonte, es gäbe in der kommenden Saison „nichts Vergleichbares in der Welt der Musik“. Eine große Zahl internationaler Top-Stars und Orchester wird von der offiziellen Saisoneröffnung mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra am 1. September an im großen Saal der Elbphilharmonie erwartet. Die Opening Night des Residenzorchesters unter Gilberts Leitung spielt zur Eröffnung der eigenen Saison am 4. September „Legacy Ascendant“ von James Oliverio, mit Stephan Cürlis an der Pauke. Zudem erklingt die sechste Sinfonie von Gustav Mahler.Schwerpunkt zum 250. Geburtstag der USAVerschiedene thematische Schwerpunkte bereichern die Jubiläumssaison. Zum 250. Geburtstag der USA tritt bereits vor der Saisoneröffnung mit dem Orchester aus Pittsburgh, das Kansas City Symphonie unter Leitung von Gil Shaham auf (29. August). Anschließend ist The Cleveland Orchestra mit seinem Chef Franz Welser-Möst zu Gast. Lieben-Seutter gerät ins Schwärmen: „das ist ein Geheimtipp, eines der allerbesten Orchester der Welt. Wenn Sie hundert Leute Kammermusik spielen hören wollen, dann hören Sie das Cleveland Orchestra.“ Auch nicht schlecht: das New York Philharmonic unter Gustavo Dudamel, das Chicago Symphony Orchestra mit Klaus Mäkelä am Pult, das Boston Symphony Orchestra unter Leitung von Andris Nelsons sowie das San Diego Symphonie. Bei letzterem schwingt Rafael Payare den Taktstock.Das NDR Elbphilharmonie Orchester gestaltet den USA-Schwerpunkt mit Kompositionen der beiden wohl wichtigsten lebenden klassischen Komponisten Amerikas. In fünf Konzerten erklingen vom 10. September Werke von John Adams, weitere vier bringen Stücke von Mizzi Mazzoli zur Geltung. „Wir sind so viel mehr als das Residenzorchester und Mieter im Saal“, erklärt Alan Gilbert zur zehnjährigen Zusammenarbeit mit der Elbphilharmonie, „wir sind künstlerische Partner. Darüber hinaus könnten wir bestimmte Projekte ohne einander gar nicht machen.“Das fünftägige Reflektor-Programm vom 25. bis 29. November wird von der amerikanischen Folk-Musikerin Rhiannon Giddens kuratiert, die auch selbst auftritt. Neben dem amerikanischen Lied widmet sie sich der frühen Banjo Music. Giddens nimmt aber auch andere Volksmusik, etwa aus Frankreich, Armenien und verschiedenen afrikanischen Staaten in ihr Programm auf.Star-Saxofonisten Joe Lovano und Branford MarsalisJohn und Alice Coltrane werden in vier Konzerten gewürdigt, unter anderem mit den Star-Saxofonisten Joe Lovano und Branford Marsalis sowie Dianne Reeves. Prometheus ist mit Erinnerung an die Gründung der Elbphilharmonie ein ganzer Schwerpunkt gewidmet. Der Titan, der den Göttern trotz eine glasklaren Zeus-Verbots das Feuer stahl und es den Menschen brachte, wird in sechs Werken lebendig, die von unterschiedlichen Interpreten zur Geltung gebracht werden. Zu hören sind Liszt, Nono, Schubert, Beethoven, Skrjabin sowie das Ensemble Resonanz, das gemeinsam mit Patricia Kopatchinskaja einen eigenen Zugang zur Gestalt Prometheus entwickelt.Der vom Krieg erschütterte Libanon wird in der Elbphilharmonie vom 29. Oktober bis zum 1. November an sechs Abenden mit seiner von vielen Kulturen geprägten Musik zum Thema. Choreografin Sasha Waltz, die den Musentempel Elbphilharmonie bereits vor seiner Eröffnung mit Tanz bespielte, kehrt zum Jubiläum vom 11. bis zum 14. mit einer ganzen Reihe von Arbeiten zurück. Zum 200. Todestag von Ludwig van Beethoven erklingen in der Elbphilharmonie die Streichquartette (Oktober bis Februar), die Klaviersonaten (Oktober bis Juni) sowie sämtliche Klavierkonzerte, die Superstar Lang Lang gemeinsam mit dem Boston Symphony Orchestra und dem Gewandhausorchester vorträgt, jeweils unter Leitung von Andris Nelsons. Festival für Musik der Gegenwart Anfang 2027Eigene Auftrittsreihen haben Pianist Leif Ove Andsnes und Geiger Augustin Hadelich. Und erneut wird das Festival „Visions“ für Musik der Gegenwart mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Leitung Gilberts sieben Tage lang für aufregende Hörerfahrungen sorgen. Zu den wichtigsten Gastorchestern neben den bereits erwähnten zählen die Wiener Philharmoniker, das Royal Concertgebouw, das London Symphony und das London Philharmonic Orchestra sowie die Berliner Philharmoniker.