PfadnavigationHomeSportFußballPremier League„Elfer! Nichts anderes“ – Cucurella löst wieder Handspiel-Wirbel ausVeröffentlicht am 22.04.2026Lesedauer: 4 MinutenMarc Cucurella tippt sich auf die Brust, um offenbar zu signalisieren, dass er den Ball mit dieser und nicht mit der Hand gestoppt habeQuelle: Action Images via Reuters/Matthew ChildsMarc Cucurella und die Handspiele: Knapp zwei Jahre nach dem Drama bei der EM rückt der Spanier erneut in den Fokus. Der Star des FC Chelsea bekommt den Ball an den Oberarm, streitet dies jedoch ab.Welcher deutsche Fußballfan erinnert sich nicht an jenen 5. Juli vor zwei Jahren. Im Stuttgarter Stadion lief die Verlängerung im EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien. Es stand 1:1, als Jamal Musiala in der 106. Minute auf das Tor der Spanier schoss – und Marc Cucurella den Ball mit der Hand blockte. Schiedsrichter Anthony Taylor pfiff keinen Strafstoß, was der europäische Verband Uefa später als Fehlentscheidung wertete. Es hätte, hieß es, Elfmeter geben müssen, da der Arm nicht eng am Körper war.Spanien siegte am Ende 2:1 durch ein Tor des früheren Dortmunders Mikel Merino – und wurde Europameister.Lesen Sie auchJetzt stand Marc Cucurella mal wieder im Mittelpunkt einer Handspiel-Diskussion – und erlebte ein kleines Déjà-vu. Beim 0:3 des FC Chelsea bei Brighton & Hove Albion bekam der Blues-Verteidiger nach einer Flanke den Ball im Strafraum an den linken Oberarm. Seine Reaktion? Er klopfte sich mehrfach auf die Brust, vermutlich um dem Schiedsrichter zu signalisieren, dass er dort vom Ball getroffen wurde. VAR meldet sich nichtDie Brighton-Spieler protestieren heftig beim Unparteiischen und forderten gestenreich einen Handelfmeter – doch der blieb aus. Auch der Videoschiedsrichter schaltete sich bei der Szene in der 54. Spielminute nicht ein.Ein Podcast, ein Champion, ein Rätsel – wer ist der Gast? Raten Sie mit: Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify oder Apple Podcasts.Lesen Sie auchNach Ansicht des früheren Schiedsrichters Manuel Gräfe hätte Cucurella auch im Premier-League-Spiel am Dienstagabend mit einem Elfmeter bestraft werden müssen. „Elfer! Nichts anderes!“, schrieb Gräfe bei X. Cucurella habe den Ball mit seinem Arm „absichtlich geblockt“, der ganze Bewegungsablauf sei „wieder eindeutig“ gewesen. Zumindest die Handspiel-Diskussion aus dem EM-Spiel gegen Deutschland wird Cucurella nicht so schnell los. „Und jetzt kommen sie und sagen, es war ein Elfmeter. Was soll das bringen? Das wahre Problem ist, dass es eine große Verwirrung um die Regeln gibt“, hatte der 27-Jährige im Interview der italienischen Zeitung „Gazzetta dello Sport“ gesagt. Er gab aber auch zu, im ersten Moment mit dem Schlimmsten gerechnet zu haben: „Mamma mia, was für ein Schreck. Ich machte mir in die Hose.“Die englischen Medien sparten im Anschluss an das 0:3 von Cucurella und seinen Teamkameraden nicht mit Kritik. Dabei spielte das Handspiel aber eher eine Nebenrolle, denn für den Traditionsklub war es die fünfte Liga-Pleite in Serie – und Chelsea blieb in jedem dieser Spiele auch noch ohne eigenes Tor. Einen solchen Negativlauf gab es zuletzt 1912.Medienschelte nach NegativlaufWährend Brighton mit dem deutschen Trainer Fabian Hürzeler durch den Erfolg nun auf Platz sechs liegt, rutschte Chelsea auf Rang sieben ab und muss um die Qualifikation für den Europapokal bangen. Das Medienecho fiel dementsprechend aus.„The Sun“: „Brighton 3:0 Chelsea: Blues-Fans skandieren ‚F*** off, Rosenior‘ – Trainer steht nach neuem Negativrekord vor dem Aus. Die Männer in Schwarz lieferten eine Vorstellung wie bei einer Beerdigung ab, die das Ende von Liam Roseniors Amtszeit als Cheftrainer bedeuten könnte.“„The Athletic“: „Chelsea befindet sich im freien Fall – auf und neben dem Platz. Die Situation ist unhaltbar. Die vergangenen Tage haben die brutale, tragikomische Wahrheit unterstrichen: Chelsea gerät immer weiter außer Kontrolle und steckt tief in der Sphäre der Unseriösität, auf und neben dem Platz.“BBC erinnert an den Untergang der Titanic„BBC“: „114 Jahre ist es her … Chelsea hat erstmals seit 1912 – dem Jahr, in dem die Titanic sank – fünf Ligaspiele in Folge verloren, ohne ein Tor zu erzielen.“„Guardian“: „Brighton fügt Chelsea und Rosenior die fünfte Liga-Niederlage in Folge ohne Torerfolg zu. Vielleicht ist es an der Zeit, Brightons Leistungen zu würdigen – auch wenn es schwerfällt, diesen windigen Abend an der Südküste nicht durch die Brille der jüngsten Chelsea-Krise zu betrachten. Brightons Rückkehr in den Europapokal, den man unter Roberto De Zerbi erreicht hatte, ist absolut realistisch. Fabian Hürzeler, dessen Verpflichtung zu Beginn der Saison noch stark angezweifelt wurde, hat sein Team wiederbelebt.“Lesen Sie auch„Sky Sports“: „Eine weitere blamable Niederlage für die Klubführung, die mit ansehen musste, wie ihre Mannschaft trotz Ausgaben von 262 Millionen Pfund in den vergangenen Jahren und der Verpflichtung zentraler Spieler bereits zum dritten Mal in Folge im Amex Stadium gegen Brighton verlor.“Liam Rosenior, der Trainer von Chelsea, resümierte im Gespräch bei „Sky Sports“ über die Brighton-Pleite: „Das war in jeder Hinsicht inakzeptabel. Inakzeptabel in der Einstellung. Ich stelle mich immer wieder vor die Spieler – aber diese Leistung heute Abend ist nicht zu verteidigen. Es muss sich grundlegend etwas ändern. Einige der Dinge, die ich heute gesehen habe, will ich nie wieder sehen.“LaGa/dpa
Premier League: „Elfer! Nichts anderes“ – wieder sorgt Marc Cucurella für Handspiel-Wirbel - WELT
Marc Cucurella und die Handspiele: Knapp zwei Jahre nach dem Drama bei der EM rückt der Spanier erneut in den Fokus. Der Star des FC Chelsea bekommt den Ball an den Oberarm, streitet dies jedoch ab.







