PfadnavigationHomeGeldVerbraucherWELT-KaufberaterWir haben das MacBook Neo getestet – kann Apple auch günstig?Von Sven SchulzVeröffentlicht am 20.04.2026Lesedauer: 4 MinutenUnser Autor Sven Schulz ist Produkttester und Experte für Hardware wie Laptops, PCs oder Monitore. Natürlich hat er auch das neue MacBook Neo getestet. Quelle: Axel SpringerDas neue MacBook Neo für rund 700 Euro soll einen günstigeren Einstieg in die MacBook-Welt ermöglichen. Ob sich der Laptop trotz seines niedrigen Preises lohnt, zeigt unser Test.Anfang 2026 präsentierte Apple in London einen neuen Laptop, der für eine große Überraschung sorgte: das MacBook Neo. Für knapp unter 700 Euro positioniert sich das Gerät als neue Einstiegsoption und erschwinglicher Zugang zu MacOS. Damit ist das MacBook Neo eine völlig neue Geräteklasse im Sortiment von Apple. In unserem Kaufberater-Labor haben wir den günstigen Laptop bereits ausführlich getestet. Perfekt ist er nicht, doch er beweist, dass Apple auch preisbewusst auftreten kann. Was Sie vorab über das MacBook Neo wissen solltenChip und Akku: A18 Pro Chip mit schwächerer Grafikleistung, Akkulaufzeit von rund fünf StundenGewicht und Größe: entspricht in etwa dem MacBook Air, wirkt jedoch etwas kompakterUnverbindliche Preisempfehlung: ab 699 Euro Das MacBook Neo im Test: Helleres Display als das MacBook AirMit 29,8 x 20,6 x 1,3 Zentimetern bleibt das MacBook Neo nah am Format des MacBook Air, wirkt im Alltag jedoch etwas kompakter. Entscheidend dafür ist das Display, das 13 Zoll misst und mit 2408 x 1506 Pixeln auflöst.Apple setzt dabei bewusst auf sRGB als Farbraum. Für Nutzer mit Fokus auf Bildbearbeitung ist das ein klarer Nachteil. Auch die automatische Farbtemperaturanpassung über True Tone entfällt vollständig.Dafür punktet das Display bei der Helligkeit. Mit maximal 524 Candela pro Quadratmeter übertrifft es sogar die aktuellen MacBook-Air-Modelle leicht. Weniger überzeugend ist hingegen der Kontrast. Mit einem Wert von 988:1 bleibt das Neo hinter den etwa 1.400:1 der Air-Geräte zurück.Die Rechenleistung und der Chip des Apple MacBook Neo Im Inneren arbeitet kein klassischer Mac-Chip, sondern der A18 Pro, der bislang aus dem iPhone 16 Pro bekannt ist. Damit unterscheidet sich das MacBook Neo deutlich von Air- und Pro-Modellen mit M5-Architektur.Der Chip bietet zwei Performance-Kerne, vier Effizienzkerne sowie fünf GPU-Kerne. Zum Vergleich: Der M5 setzt auf vier Performance-Kerne, sechs Effizienzkerne und bis zu zehn GPU-Kerne. Dadurch entsteht ein spürbarer Leistungsabstand.Im Alltag fällt dieser beim Arbeiten mit Office-Anwendungen moderat aus. Sobald jedoch grafikintensive Aufgaben oder Games ins Spiel kommen, zeigt sich die Grenze deutlich. In Full HD erreicht das Gerät lediglich 31 Bilder pro Sekunde.Hinzu kommt die Speicherlösung. Im getesteten Basismodell stehen 239 Gigabyte zur Verfügung, die SSD arbeitet eher im unteren Leistungsbereich. Auch bei externer Datenübertragung bleibt das Tempo begrenzt. Gemessen wurden 622 Megabyte pro Sekunde, während aktuelle MacBook-Air-Modelle bis zu 2,8 Gigabyte pro Sekunde erreichen.MacBook Neo: Der Akku im Laufzeit-Test Der Unterschied beim Akku ist bereits auf dem Papier klar sichtbar. Mit 36,5 Wattstunden liegt das MacBook Neo deutlich unter dem MacBook Air (13 Zoll, 2026, M5) mit 53,8 Wattstunden.In der Praxis fällt der Abstand jedoch weniger drastisch aus als erwartet. Im Belastungstest des Kaufberater-Labors hält das Neo fünf Stunden und drei Minuten durch, während das Air sieben Stunden und eine Minute erreicht. Bei leichter Nutzung wie Surfen oder Textverarbeitung verlängert sich die Laufzeit merklich, insbesondere bei reduzierter Bildschirmhelligkeit.Die Ausstattung im Check Das MacBook Neo ist klar als günstiges Einstiegsgerät konzipiert. Das zeigt sich auch bei den Anschlüssen. Insgesamt stehen nur zwei USB-C-Ports zur Verfügung, davon einer mit USB-3-Geschwindigkeit und einer mit USB-2-Standard.Ein eigener MagSafe-Anschluss zum Laden wurde nicht integriert. Auch eine beleuchtete Tastatur fehlt vollständig.Trotz dieser Einschränkungen überzeugt die Eingabe. Die Tastatur wirkt solide und das Trackpad arbeitet präzise, wenn auch etwas kleiner als beim MacBook Air. Die Gestensteuerung von MacOS bleibt dennoch komfortabel nutzbar.Unser Fazit zum MacBook Neo: Einfacher Zugang zu MacOS mit klaren GrenzenDas MacBook Neo verpasst im Test nur knapp eine bessere Bewertung. Ausschlaggebend sind vor allem die reduzierte Ausstattung und die geringere Leistungsreserve im Vergleich zu den Air- und Pro-Modellen.Dennoch bietet Apple mit dem Neo ein bemerkenswertes Gesamtpaket für den Preisbereich bis 700 Euro. So überzeugt das Gerät mit gutem Display, solider Verarbeitung und leisem Betrieb.Abstriche bleiben bei Leistung, Anschlüssen und Komfortausstattung. Für Einsteiger in die Apple-Welt ist das MacBook Neo aber trotzdem eine interessante und vergleichsweise günstige Option.Warum Sie dem WELT-Kaufberater vertrauen können: Der WELT-Kaufberater steht für aufwendige Tests und unabhängige Produktempfehlungen, die wirklich helfen. Dafür sorgt das Kompetenzcenter Tech & Mobility (gehört wie WELT zu Axel Springer) mit einer erfahrenen Fachredaktion und eigenem Testlabor. Seit Jahrzehnten stehen diese Experten mit ihren Tests unter anderem bei COMPUTER BILD und AUTO BILD für höchste Qualitätsstandards.