PfadnavigationHomePanoramaProzess in KölnMann soll Krebspatienten durch Ziehen von Beatmungsschlauch getötet habenVeröffentlicht am 16.04.2026Lesedauer: 2 MinutenBeatmungsschlauch eines intubierten Patienten (Archivfoto)Quelle: picture alliance/dpa/Matthias BalkIn Köln steht ein 32-Jähriger vor Gericht, der einem Krebspatienten den Beatmungsschlauch herausgerissen und ihn so getötet haben soll. Der Angeklagte erklärt, kokain- und alkoholsüchtig zu sein.Ein 32 Jahre alter Mann soll einem Mitpatienten auf einer Intensivstation in Köln den Beatmungsschlauch abgerissen und ihn so getötet haben. Seit Donnerstag steht er wegen heimtückischen Mordes in Köln vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Einsichtsfähigkeit des Mannes wegen alkoholbedingter Verwirrtheit „mit wahnhafter Symptomatik, akustischen Halluzinationen sowie einem Bedrohungserleben“ zur Tatzeit aufgehoben war. Laut Anklage war der 32-Jährige wegen seiner Alkoholabhängigkeit Anfang November 2025 auf der Intensivstation eines Kölner Krankenhauses. Das Zimmer habe er sich mit dem späteren Opfer geteilt, das wegen einer Krebserkrankung intensivmedizinisch behandelt wurde. Die Beatmung des Krebspatienten sei mittels einer in die Luftröhre gelegten Kanüle erfolgt. Kurz nach Mitternacht am 8. November zog der 32-Jährige laut Anklage den Beatmungsschlauch des Patienten. Trotz der Rettungsmaßnahmen sei der Patient wenig später an Sauerstoffmangel gestorben, was der Beschuldigte billigend in Kauf genommen habe. Lesen Sie auchWegen seines übermäßigen Alkoholkonsums geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass auch „in Zukunft von ihm mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vergleichbare, schwere Gewaltdelikte zu erwarten“ sind, durch „die Opfer körperlich oder seelisch erheblich geschädigt werden“ könnten. „Er ist deshalb für die Allgemeinheit gefährlich“, sagte der Staatsanwalt.Die Staatsanwaltschaft strebt die Unterbringung des Angeklagten in einer Entzugsklinik an. Das Landgericht gab zu Beginn des Prozesses einen rechtlichen Hinweis, wonach am Ende des Prozesses auch eine dauerhafte Unterbringung des Beschuldigten in einer Psychiatrie stehen könne. Lesen Sie auchDer Angeklagte äußerte sich nicht. In einer Erklärung seines Verteidigers hieß es aber, dass er seit 2023 regelmäßig Kokain zur Leistungssteigerung konsumiert habe. Im Frühjahr 2024 habe er erstmals Alkohol getrunken und den Konsum binnen eines halben Jahres auf rund einen Liter hochprozentiger alkoholischer Getränke täglich gesteigert. Behandlungen in Entzugskliniken seien in der Folge mehrmals gescheitert. Der Prozess ist mit weiteren drei Verhandlungstagen bis Mitte Mai terminiert.dpa/kami
Prozess in Köln: Mann soll Krebspatienten durch Ziehen von Beatmungsschlauch getötet haben - WELT
In Köln steht ein 32-Jähriger vor Gericht, der einem Krebspatienten den Beatmungsschlauch herausgerissen und ihn so getötet haben soll. Der Angeklagte erklärt, kokain- und alkoholsüchtig zu sein.







