PfadnavigationHomeRegionalesHamburgUnternehmen„Es ist unser Lebenswerk“ – Gründer holen Ankerkraut von Nestlé zurückVeröffentlicht am 16.04.2026Lesedauer: 2 MinutenAnne und Stefan Lemcke, die Gründer des Hamburger Gewürzhändlers AnkerkrautQuelle: Nela König/Ankerkraut/dpaDas Hamburger Gewürzunternehmen Ankerkraut verlässt Nestlé und geht wieder eigene Wege. Nach vier Jahren unter dem Dach des weltgrößten Lebensmittelkonzerns haben die Unternehmensgründer ihre Anteile zurückgekauft.Vier Jahre nach dem Verkauf an den Lebensmittelkonzern Nestlé kaufen die Gründer der Gewürzmarke Ankerkraut, das Ehepaar Anne und Stefan Lemcke, ihre Unternehmensanteile wieder zurück. Über die finanziellen Details sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte Ankerkraut am Mittwoch mit. Der Verkauf an den Konzern im April 2022 war von vielen Kunden kritisiert worden. Damals floss laut „Handelsblatt“ ein mutmaßlich dreistelliger Millionenbetrag, Medienberichten zufolge für 85 Prozent der Anteile.Die Lemckes hatten Ankerkraut 2013 in Hamburg gegründet – die Marke entwickelte sich auch dank Werbung in Onlinediensten erfolgreich; die Produkte werden nach Unternehmensangaben auch in Österreich und der Schweiz im Lebensmitteleinzelhandel verkauft. Anne Lemcke sagte 2023 dem „Handelsblatt“, Ankerkraut habe die Gewürze in einer „hübschen, nachhaltigen Verpackung aus Glas mit Korken verkauft“. Das sei damals neu gewesen.Lesen Sie auchDas Ehepaar behielt nach dem Verkauf an Nestlé einen Minderheitsanteil. Am Mittwoch erklärten die Lemckes nun, Ankerkraut sei für sie „mehr als ein Unternehmen – es ist unser Lebenswerk“. Nach Jahren von Ankerkraut als Start-Up-Unternehmen hätten sie nach dem Verkauf von Anteilen an Nestlé genossen, Zeit für die Familie zu haben. Doch dabei hätten sie auch festgestellt, dass das Unternehmen selbst Teil der Familie sei, erklärte das Paar auf seiner Instagram-Seite. Deshalb habe man den Schritt gewagt, Ankerkraut wieder komplett zu übernehmen. Der Rückkauf basiere auf einem „gemeinsamen Verständnis der zukünftigen Bedürfnisse und Positionierung von Ankerkraut“, heißt es in der Unternehmensmitteilung. In Anbetracht einer veränderten Marktlage solle die Entscheidung der Marke „zusätzlichen unternehmerischen Spielraum“ verschaffen. Nestlé-Deutschlandchef Alexander von Maillot erklärte, der Konzern unterstütze den Wunsch der Gründer nach größerer unternehmerischer Eigenständigkeit.Anteile am Unternehmen werden neben den Gründern auch die langjährigen Geschäftsführer Timo Haas und Alexander Schwoch halten. Ankerkraut hat rund 160 Beschäftigte und macht einen Umsatz „im mittleren zweisteilligen Millionenbereich“. Beim Verkauf lag die Zahl der Beschäftigten laut „Handelsblatt“ bei 230, der Umsatz mit Gewürzen und Tees bei etwa 40 Millionen Euro.afp/juve
Ankerkaut: „Unser Lebenswerk“ – Gründer holen Unternehmen von Nestlé zurück - WELT
Das Hamburger Gewürzunternehmen Ankerkraut verlässt Nestlé und geht wieder eigene Wege. Nach vier Jahren unter dem Dach des weltgrößten Lebensmittelkonzerns haben die Unternehmensgründer ihre Anteile zurückgekauft.






