PfadnavigationHomePanoramaNach Kritik in Frankreich„Auf unbestimmte Zeit verschoben“ – Kanye West sagt Auftritt in Marseille abVeröffentlicht am 15.04.2026Lesedauer: 2 MinutenRapper Kanye West plant, im Juni in Marseille aufzutreten Quelle: picture alliance/zz/Patricia Schlein/STAR MAX/IPx | zz/Patricia Schlein/STAR MAX/IPxGroßbritannien hatte US-Rapper Kanye West bereits die Einreise verweigert, und auf antisemitische Äußerungen verwiesen. Ein geplantes Konzert in Marseille hat zuletzt Frankreichs Innenminister beschäftigt. Nun hat der Musiker seinen Auftritt auf unbestimmte Zeit verschoben.Nach der Einreiseverweigerung durch die britische Regierung hat US-Rapper Kanye West nun auch einen geplanten Auftritt in Marseille verschoben. „Nach reiflicher Überlegung und Abwägung habe ich aus eigener Entscheidung beschlossen, meine Show in Marseille, Frankreich, auf unbestimmte Zeit zu verschieben“, schrieb der 48-Jährige bei Twitter.Kanye West, der inzwischen unter dem Namen Ye firmiert, sollte am 11. Juni im Velodrome in Marseille auftreten. Wie die Tageszeitung „Libération“ berichtete, soll Innenminister Laurent Nuñez geprüft haben, ob das Konzert des Rappers abgesagt werden könne. Der Bürgermeister der Stadt, Benoît Payan, hatte sich bereits im März gegen den Auftritt ausgesprochen: „Ich weigere mich, dass Marseille eine Bühne für diejenigen wird, die Hass und enthemmten Nationalsozialismus verbreiten. Kanye West ist nicht willkommen im Vélodrome, unserem Tempel des Miteinanders.“In einem weiteren Tweet, den Kanye West kurz nach seiner Ankündigung absetzte, hieß es: „Ich weiß, es braucht Zeit, um die Aufrichtigkeit meines Bemühens zu verstehen, Wiedergutmachung zu leisten. Ich übernehme die volle Verantwortung für das, was mir zuzurechnen ist, aber ich möchte meine Fans nicht mit hineinziehen. Meine Fans bedeuten mir alles.“Kanye West bat im „Wall Street Journal“ um EntschuldigungDie britische Regierung hatte West zuletzt die Einreise in das Vereinigte Königreich verweigert. Die Entscheidung folgte auf die Debatte über geplante Auftritte des 48-Jährigen bei einem Festival in London in diesem Sommer. West war in der Vergangenheit immer wieder mit rassistischen und antisemitischen Äußerungen aufgefallen. Premierminister Keir Starmer hatte die Planung als „zutiefst besorgniserregend“ bezeichnet.Lesen Sie auchWest hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit antisemitischen Äußerungen Negativ-Schlagzeilen gemacht. Zum 80. Jahrestag des Weltkriegs-Endes im vergangenen Jahr veröffentlichte er einen Song mit dem Titel „Heil Hitler“, zuvor vermarktete er T-Shirts mit Hakenkreuz-Aufdruck. Zuletzt hatte der 48-Jährige, der mit seinem erratischen Auftreten auch frühere Fans irritiert, seine antisemitischen Äußerungen mit einer bipolaren Störung begründet und betont, er sei weder Nazi noch Antisemit. AFP/dpa/doli